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Freitag, 15. Dezember 2017

Steffis Blog

Hier bloggt Steffi Schlensog über Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge.

Seit 2009 unterstützt Steffi Schlensog unsere Arbeit. Als sie im Herbst 2010 die Demonstration in Berlin mit organisierte, hat sie diesen Blog angefangen und berichtet seither über Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Sichtweisen.Seit Mai 2011 ist Steffi jetzt bei der Arbeitsgemeinschaft angestellt. Im KONRAD-Haus und bei externen Terminen arbeitet sie daran, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und dem gewachsenen Informationsbedürfnis nach zu kommen.

Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen.
Steffis Blog
Wirklichkeiten im Wendland

Das Camp ist eröffnet
(01.12.11/Sg) Eine etwas andere Arbeitswoche liegt hinter mir. Sieben Tage war ich im Wendland. Bereits viele Wochen vorher war für mich klar, dass ich im Camp Hitzacker mitarbeiten wollte. Als ich im Sommer das Angebot bekam bei der Camp- Orga mitzumachen, zögerte ich keinen Augenblick mit meiner Zusage. Dies wurde mein erster Aufenthalt im Wendland während eines Castor- Transportes und ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde.

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Unsichtbares sichtbar machen

(18.11.11/SG) Egal wo man hingeht, ob KONRAD- Haus, AStA der TU oder bei Aktiven zu Hause, es geht um die Vorbereitungen der Demo in Dannenberg, der Proteste ab dem 24. November und den Aktionen entlang der ganzen Castor-Transportstrecke. Kaum setzt man sich zusammen klingelt das Telefon: „Ich brauche noch Busfahrkarten zur Demo“, Aktive platzen rein: Ich brauche noch Flyer und Plakate“ Oder man sieht Gruppen die zusammen diskutieren, sich verabreden, To-do-Listen austauschen. Ich versuche die Flut an Mails zu beantworten und verteile auch ordentlich. 

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Wer ist am Zug!

(01.11.11/Sg) Eindeutig, ich gehöre dazu. Seit ein paar Tagen bin ich wieder im KONRAD- Haus und seit dem lese ich auf allen Kanälen Mails und Infos rund um den Castortransport 2011. Und wie nicht anders zu erwarten, sind ALLE sehr gut aufgestellt. Es wundert nicht, die Katastrophe in Fukushima, der Pseudo- Ausstieg und die Meldungen über die Strahlenwerte am Zwischenlager Gorleben können nur zur Folge haben, das ALLE sich auf eine heiße Phase vorbereiten. Die Medien warten scheinbar mit Ungeduld auf den Castor, um endlich Ihr Bedürfnis nach Schlagzeilen zu befriedigen. Da wird gestichelt und gedrängelt, man will als erstes am Thema dran sein. Jetzt ist es auch durch, der Transport findet statt und die Polizei quartiert längst ihre Leute, mit Sicherheitsabstand zur Kartoffelscheune ein. Vielleicht hat die Anti- AKW- Bewegung ja doch Recht und die Strahlung ist gefährlich.

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Ist doch gut, dass es die Arbeitsgemeinschaft gibt.

(14.09.11/Sg) Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft über meinen Blog unterhalten. Sie findet ihn toll, liest ihn sehr gerne, möchte aber noch mehr über meinen Arbeitsalltag erfahren. Was treibt eine „Vollzeitaktivistin“ eigentlich den ganzen Tag im Büro, wenn sie nicht gerade von einer Konferenz, Ratschlag oder einer Aktion zurückkommt? Darauf gibt es sehr viele Antworten. Meistens bin ich nicht nur bei den Konferenzen, Ratschlägen oder Aktionen beteiligt, sondern ich arbeite aktiv daran mit, dass sie zustande kommen. Oder es gibt eine Menge zu helfen und Arbeitsaufträge die ich dann mit nach Hause bringe. Das ist eigentlich immer so. Das alles dient dem vorantreiben des echten Atomausstieg, der Positionierung zu Schacht KONRAD, ASSE2 oder Morsleben und letztendlich ist es enorm wichtig persönlich mit den Menschen vor Ort, zu sprechen und zusammen zuarbeiten.

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Unterwegs im Wendland

(19.08.11/Sg) Morsleben- Workshop, Fest zum Protest, Gorleben 365, das waren die Termine, die meine Urlaubswoche einrahmten. Damit ich nicht auf Entzug komme, habe ich die Woche so gelegt, dass ich am Anfang der Woche zum Morsleben- Workshop und am Ende zum Fest zum Protest gefahren bin. Spaß beiseite. Ich hatte eine sehr schöne Urlaubswoche und teilweise hat das Wetter sogar mitgespielt, es war manchmal richtig sommerlich. Zum Beispiel im Anschluss an den Morsleben- Workshop am 05.08.in Magdeburg gings schon los, wir saßen noch lange unter freiem Himmel in der Abendsonne.

Wir, das waren Mitglieder der Endlagerinitiativen, das Aktionsbündnis Magdeburg, die BI Morsleben, die BI Umweltschutz Lüchow- Dannenberg, Anti- Atom Braunschweig und die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD. Nach Arbeitstreffen genieße ich es manchmal sehr noch mal in  gemütlicher Runde in einer Wirtschaft, zu schnacken. Es geht natürlich weiter um Politik, bisweilen geht es sogar hoch her, aber die Arbeitsatmosphäre ist dann verschwunden.

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