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Dienstag, 21. November 2017

Steffis Blog

Hier bloggt Steffi Schlensog über Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge.

Seit 2009 unterstützt Steffi Schlensog unsere Arbeit. Als sie im Herbst 2010 die Demonstration in Berlin mit organisierte, hat sie diesen Blog angefangen und berichtet seither über Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Sichtweisen.Seit Mai 2011 ist Steffi jetzt bei der Arbeitsgemeinschaft angestellt. Im KONRAD-Haus und bei externen Terminen arbeitet sie daran, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und dem gewachsenen Informationsbedürfnis nach zu kommen.

Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen.

Braunschweiger Atomnarren

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„Wenn das Undenkbare eintritt“

Szenische Katastrophenübung in Braunschweig
Wartende Flüchlinge vor dem Dekontaminationszelt

 

 

 

 

 

(Mo., 04.03.13/Sg) Unter dem Motto Stellt Euch vor, im AKW Grohnde bei Hameln findet eine Reaktorkatastrophe wie in Fukushima statt, beteiligten sich am letzten Samstag an die 100 Menschen auf dem Braunschweiger Schlossplatz zur szenischen Katastrophenübung. Anti-AKW-AktivistInnen aus dem Braunschweiger Land hatten zu diesem Probealarm im Vorfeld der Aktion-und Menschenkette am 09. März aufgerufen. Mit Koffern und Rucksäcken reihten sich die Flüchtlinge in die Schlange vor dem Dekontaminations- zelt ein und ließen sich von den StrahlenschützerInnen mit Geigerzählern auf erhöhte Strahlenwerte untersuchen und gegebenenfalls dekontaminieren.

Sperrgebiet
Das ein oder andere Mal brach aber auch Unruhe bei den Wartenden aus, wenn die Mutter verzweifelt ihr Kind suchte oder aber auch den Menschen das Anstehen zu lang wurde, was die Probeaktion noch realistischer machte. Über Megaphon wurde wiederholt über das Anliegen der Probeaktion berichtet: nämlich die Öffentlichkeit im Braunschweiger Land über die dramatischen Auswirkungen einer Reaktorkatastrophe "vor der eigenen Haustür" zu informieren und dafür zu kämpfen, dass diese nie eintritt. Und mit genau solchen Aktionen soll am 09. März im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor gezeigt werden, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen gefordert werden.

Insgesamt erregte die Aktion viel Aufsehen, auch wenn die Passantinnen des Öfteren gereizt auf die angebotenen Infomaterialien reagierten. Doch gerade in unserer Region haben wir es nur zu oft erlebt, wie wichtig es ist nicht nachzulassen die Bevölkerung zu informieren.

Fluchtgepäck
Wartende Flüchlinge vor dem Dekontaminationszelt

 

 

 
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