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Freitag, 23. Februar 2018

  
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Kanaldörfer gegen KONRAD

Kontakt: Britta Kick
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Nächstes Treffen der Kanaldörfer: siehe Terminkalender

 Kanaldörfer gegen KONRAD
Kanaldoerfer2012

Seit Anfang 2010 treffen wir uns regelmässig alle 4-6 Wochen im KONRAD-Haus oder zu Kreativterminen auf dem Hof von Ludwig Wasmus. Wir sind mal mehr mal weniger so zwischen 8-15 Personen aus den „Kanaldörfern“ rund um KONRAD und machen die Ablehnung vor Ort sichtbar, führen örtliche Aktionen durch und beteiligen uns gemeinsam an größere Aktionen. 

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„Kanaldörfer gegen KONRAD“ üben die Katastrophe

Aktion zum zweiten Fukushima-Jahrestag in Lamspringe

Auffangstation in Lamspringe
(Mo., 11.03.13/AB) Samstag 9. März 2013, 12.05 Uhr. Eine weiße „Ente“ dreht in hohem Tempo ihre Runden im Kreisverkehr von Lamspringe. Aus dem Autofenster jaulen Sirenentöne. Eine Megaphonstimme verkündet die Reaktorkatastrophe in Grohnde. Sie fordert die Menschen auf sich an der  Flüchtlingssammelstelle registrieren zu lassen, um dort weitere Anweisungen entgegen zu nehmen. Dies sei nur eine Übung, sagt die Stimme.

Wenn die Kanaldörfer gegen KONRAD eine Aktion in Lamspringe machen, bekommen sie bei N3 ebenso viel Sendezeit wie George Clooney am selben Tag in Goslar. Simuliert wurde  eine Situation, wie sie nach einer Kernschmelze im AKW Grohnde eintreten könnte. Flüchtlinge wurden zu einer Sammelstelle geschickt, wo sie mit einem Stempel registriert wurden und Jodtabletten (alias Pfefferminzbonbons) ausgehändigt bekamen. Anschließend wurden sie in das Kontaminationszelt, der Braunschweiger RoWos, weitergeleitet. Erst nachdem sie entstrahlt worden waren, durften sie sich auf den gegenüber liegenden Platz begeben, um sich mit unkontaminiertem Kuchen und Tee zu versorgen. Ein Platz der vorläufigen Sicherheit. Auch eine Vermisstenstation war hier eingerichtet worden.

lädierte Flüchtlinge
Trotz Kälte und Regen hatte Lamspringe in dieser Mittagsstunde ca. 150 Flüchtlinge zu verzeichnen. Eine reichlich lädierte Flüchtlingsschar mit zusammengewürfeltem Gepäck war aus einer Kulturherberge in der Region Alfeld geflohen, strandete in Lamspringe und  suchte nun ihrerseits Herberge.  Zwischendurch kam das Gerücht auf, dass zwei Papiermühlen in Nordrhein-Westfalen ihre Produktion einstellen mussten. Sofort kam es zu Hamsterkäufen im nahe gelegenen Supermarkt. Hauptsächlich Toilettenpapier wurde gehamstert. Obwohl diese Übung die Ruhe in diesem beschaulichen Ort doch empfindliche störte, jedenfalls für einen Moment, zeigten sich die Bewohner durchweg aufgeschlossen.

„Wohin sollen wir uns denn wenden, wenn wirklich etwas passiert?“, war die häufigste Frage. Die konnten die Veranstalter  leider auch nicht beantworten. Denn auf so eine Katastrophe sind die Gemeinden nicht vorbereitet.

Um 12.50 war der Spuk vorbei. Ein im Schutzanzug vermummter Diogenes stieg auf seine Tonne und verkündete, dass dies glücklicherweise nur eine Vorstellung gewesen sei. Dass alle nach Hause gehen könnten, denn sie hätten ja, anders als die Menschen in Fukushima, alle noch ein zu Hause. Damit dies aber auch gesichert so bleibe, müssten alle AKWs abgeschaltet werden. Sofort!

NDR Tausende Demonstranten simulieren AKW-Unfall

mehr Fotos: Grohnde-Kampagne bei Flickr | Album Hildesheim/Braunschweiger Land

 
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