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Dienstag, 21. November 2017
  ASSE II 
 

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Fachgruppe ASSE
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ASSE- Machnwache
 jeden 1. Montag im Monat

Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

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Was heißt Optionsvergleich

Presseinformation, Sonntag, 20. Januar 2008

Unrealistischer Zeitplan oder unernsthaftes Vorgehen:

Die Ankündigung der drei beteiligten Ministerien in Bund uns Land, alle Optionen im Umgang mit dem  havarierten Atommüll-Lager ASSE II bis Mitte 2008 abschließend zu prüfen, ist entweder unrealistisch oder unernsthaft. Das ist ein Ergebnis eines - seit November 2007 zweiten - Fachgespräches, das KritikerInnen der „Nasslagerung“ von Atommüll in der ASSE II an diesem Wochenende mit unabhängigen Experten führten.

Der Geologe Jürgen Kreusch von der Gruppe Ökologie Hannover, hatte hierzu erneut die vorliegenden Unterlagen geprüft. Sein Ergebnis: „Ein umfassender und aussagekräftiger Optionsvergleich zwischen Auslagerung der Abfälle oder Verbleich, sowie zu Möglichkeiten der Verfüllung oder Stabilisierung liegt nicht vor. Die vorliegenden Bewertungen von Verschlussvarianten erscheinen eher als nachträgliche Rechtfertigungen für die geplante Nassverwahrung und nicht als Ausdruck einer planmässigen Konzeptentwicklung.“

Die vorliegenden Unterlagen folgen nicht klar definierten Fragestellungen und Kriterien, insofern müsse man jetzt sehr genau prüfen, wie methodisch vorgegangen werde. Kreusch weiter:  „Die geplante Nassverwahrung in der Asse (inklusive weiterer Maßnahmen) weist im übrigen den Charakter der Gefahrenabwehr auf und widerspricht eigentlich den Anforderungen an den Abschluss des Betriebes eines Endlagers im Salz. Gerade auch deshalb ist zu belegen, warum die bisher favorisierte Verschlussmaßnahme vorteilhaft sein soll. Gleichzeitig ist zu zeigen, welche konkreten Überlegungen und Bewertungen zu anderen Verschlussoptionen durchgeführt worden sind. Ein aussagekräftiger Vergleich von Optionen und eine rationale Entscheidung für eine Option hat methodologisch zur Voraussetzung, dass der Informationsstand zu allen Optionen gleichwertig ist. Auch dies ist darzulegen.“ 

„Wie sollen Optionen abschließend bewertet werden“, resümiert Claus Schröder vom Asse-II-Koordinationkreis„wenn sie bisher überhaupt nicht systematisch untersucht worden sind. Wenn das Ganze nicht nur eine Beruhigungspille für die Öffentlichkeit sein soll, wird man offen und ehrlich sagen müssen: Wir stehen am Anfang des Optionsvergleiches, nicht an dessen Ende“.

„Entscheidendes Kriterium für unsere konstruktiv-kritische Unterstützung der jetzt geplanten Maßnahmen ist ihre Ernsthaftigkeit und Offenheit. Dazu gehöre auch, dass die beteiligten Gremien die erforderlichen Mittel zu Verfügung stellen.“ In diesem Zusammenhang erinnerte Schröder auch an die vom Land für Mai avisierte Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung. Denn völlig unberührt von der öffentlichen und fachlichen Diskussion werde das Schließungsverfahren ja weiterbetrieben, als sei gar nichts geschehen. 

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