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Sonntag, 27. Mai 2018
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Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

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Verfüllung steht unmittelbar bevor – Rückholungskonzept kommt später

(Mi., 14-08-13/CS) Das Bundesamt für Strahlenschutz(BfS) will in Kürze mit der Verfüllung von Kammern mit Atommüll auf der 750 Meter-Sohle beginnen, konnte der ASSE II-Begleitgruppe auf einem kurzfristig anberaumten Treffen am 07.08.13 aber nicht nachvollziehbar begründen, warum diese Maßnahme jetzt sein muss. Auf der anderen Seite erklärte Jörg Tietze vom BfS, dass das Rückholungskonzept noch gar nicht vollständig beauftragt worden sei und demnach auch nicht – wie noch im April angekündigt – in Kürze vorliege. Es kam zum Eklat: Die Mitglieder der Begleitgruppe verließen geschlossen das Treffen.

Dieses Szenario wiederholt sich: Die Maßnahmen, die unter dem Stichwort „Stabilisierung und Notfallvorsorge“ laufen, werden zeitnah umgesetzt und bringen uns faktisch der Umsetzung des alten Helmholtz-Konzepts der Flutung Schritt für Schritt näher. Die Maßnahmen zur Umsetzung der angekündigten Rückholung hingegen werden nur sehr halbherzig angegangen und verzögern sich ständig.

Bei der Bewertung von anstehenden Notfallvorsorgemaßnahmen hat sich die Begleitgruppe vorgenommen, nur diejenigen Maßnahmen zu befürworten, die nachvollziehbar den Zweck erfüllen und die die Rückholung nicht behindern. Grundlage und Voraussetzung einer derartigen Bewertung ist ein Rückholungskonzept. Da dieses aber immer noch nicht vorliegt, kann und wird die Begleitgruppe der besagten Verfüllung nicht zustimmen.

Umweltdezernent Schillmann, kommissarischer Leiter der Begleitgruppe, hat jetzt den Präsidenten des BfS, Herrn König – der in den letzten Monaten öffentlich zu ASSE II nicht mehr in Erscheinung getreten ist – in einem Brief aufgefordert, zu den Vorgängen Stellung zu nehmen. Das allein wird nicht reichen. Der öffentliche Druck muss wieder zunehmen, damit diejenigen Kräfte, die die Flutung schon immer für die bessere Lösung hielten, nicht noch mehr Oberwasser bekommen und die Rückholung auch tatsächlich umgesetzt wird.

Die Arbeitsgemeinschaft hat im Übrigen schon jetzt für den 02.11.13 zu einer „ASSE-II-Aktionskonferenz“ nach Wittmar eingeladen, um genau diese Frage in einem größeren Kreis ausführlich zu diskutieren.

Claus Schröder (Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad)

[Einladung Aktionskonferenz] [Waldhaus auf GoogleMap]

Pressemitteilung A2B vom 08.08.2013

 
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