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Samstag, 24. Juni 2017
NIESA – das Niedersächsische Standortetreffen

NIESA – das Niedersächsische Standortetreffen
(Von Thorben Klages / BI Lüchow-Dannenberg) Ein neuer Begriff geistert durch die Anti-Atom-Bewegung: NIESA. Die Abkürzung steht für „Niedersächsisches Standortetreffen“. Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad trafen sich bereits 2013 mehrere niedersächsische Gruppen, um über das weitere Vorgehen vor dem Hintergrund der neu gebildeten rot-grünen Landesregierung zu beraten. Anfängliche Treffen in Hannover, die zur Vorbereitung eines gemeinsamen Gespräches bei Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) dienten, weiteten sich schnell zu standortbezogenen Treffen aus, bei denen sich die Initiativen ein Bild über die Probleme vor Ort machen konnten.

Der zentralen Aussage der von verschiedenen Initiativen im Herbst vorgelegten „Bestandsaufnahme Atommüll“ (sogenannter Sorgenbericht) folgend, dass es nicht einzig noch der Lösung um die Langzeitlagerung wärmeentwickelnden Atommülls bedarf, steht der Zusammenschluss der niedersächsischen Initiativen für klar definierte Ziele: Das Treffen nimmt sich aller niedersächsischen Atommüllstandorte an und benennt und bearbeitet die Probleme, die vorrangig die landespolitische Ebene betreffen. Es bemüht sich besonders um eine mediale Gleichstellung der weniger bekannten Atommüllstandorte in Niedersachsen und sensibilisiert alle Gruppen, verhindert ein gegenseitiges „Ausspielen“ und sorgt für höhere Fachkenntnis und eine breitere, öffentliche Wahrnehmung.

Ortstermin in Lingen
Was sich an dieser Stelle als völlig selbstverständlich liest, ist in Wahrheit ein Novum in 40 Jahren Anti-Atom-Bewegung in Niedersachsen. NIESA ermöglicht den Initiativen erstmals ein gemeinsames Vorgehen auf politischer Ebene, ohne dabei die tägliche Arbeit am eigenen Standort aus den Augen zu verlieren. Es ist ein zusätzliches Medium, in dem gemeinsam Ziele erreicht werden können, die über das standortbezogene Interesse hinausgehen.

Ein Jahr rot/grüne Atompolitik – Niedersachsen bleibt SuperGAU-Land,
Die erste öffentliche, medienwirksame Aktion des Niedersächsischen Standortetreffens fand am 20. Januar vor dem Umweltministerium in Hannover statt (siehe Bericht Seite 16). Anlass war die Bilanzierung der Arbeit rot-grünen Landesregierung, die zu dem Zeitpunkt ein Jahr im Amt war. Erschienen in: Gorleben Rundschau Ausgabe März / April 2014

Aktion Z (AKW Esenshamm) | Anti-Atom Lingen | Anti-Atom-Bündnis Osnabrück | Anti-Atom-Bündnis Schaumburg | Anti-Atom-Kreis Nienburg | Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD | Arbeitskreis Wesermarsch | BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg | Bielefeld steigt aus | Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig | Klimaforum Detmold | Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten

 

Ein Jahr rot/grün: Niedersachsen bleibt Super-GAULand

Atomkraftwerk Lingen - Abbau ohne Perspektive

 

NIESA – das Niedersächsische Standortetreffen
NIESA – das Niedersächsische Standortetreffen