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Der Protest lebt weiter - Tschernobyltag in Brokdorf
(So, 27. April 2014, Ut) 28 Jahre Tschernobyl heißt 28 Jahre Brokdorf. Gleichsam als zynische Reinkarnation war „Das Ding am Deich“ der erste Reaktor, der nur wenige Monate nach dem Super-GAU in Tschernobyl in Betrieb genommen wurde. Ungeachtet der Proteste in der Bevölkerung. Trotz des angeblichen Atomausstiegs läuft das AKW in Brokdorf weiter. Der Protest auch! Viele hundert Menschen waren zur Protest- und Kulturmeile am „Tschernobyl-Samstag“ nach Brokdorf gekommen, um hier ihren Protest zu bekunden zum Beispiel darüber, dass der Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung immer noch schöner Schein ist und keine Realität, dass die Zustände an den Atomstandorten z.T. äußerst prekär sind und die Atomaufsichten das nicht zu kümmern scheint… Und dabei ist es auch immer schön, Menschen von anderen Standorten persönlich zu treffen und sich fern von Gremien und Kongressen über die aktuelle Arbeit, über Projekte und aktuell, zu Entwicklungen in der „Kommission“ zum Standortauswahlgesetz auszutauschen.

Da an diesem Samstag an etlichen Atomstandorten und andernorts Mahnwachen und Kundgebungen zum 28. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl stattfanden, war die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD an unterschiedlichen Standorten präsent. So waren wir zwar nur zu zweit nach Brokdorf gereist, hatten jedoch vom Podium aus die Möglichkeit von unseren aktuellen Aktivitäten und den damit verknüpften Forderungen zu berichten, die da heißen:
  • dass alle Arten von Atommüll in die Sicherheitsbetrachtung mit einbezogen werden müssen und nicht nur fünf Prozent,
  • dass Schacht KONRAD nicht länger als gesetzter Atommülllager-Standort angesehen werden darf, sondern nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik neu bewertet werden muss
  • und dass KONRAD nicht länger vorgeschoben werden darf um die Debatte um schwach- und mittelradioaktive Abfälle auf Sparflamme zu halten…


Und natürlich haben wir im Norden schon einmal angekündigt, dass wir für den Herbst eine größere Aktion planen.

Weitere Fotos gibt bei umweltfairaendern.de und publixviewing.de

 

 
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