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Donnerstag, 24. Mai 2018

       AKW Grohnde JETZT stilllegen!

   AKW Grohnde 
Wir meinen es ernst: AKW Grohnde jetzt stilllegen !
Foto: Michaela Mügge / PubliXviewinG
(Mo., 16.06.14/KONPress)
500 – 600 Menschen und 20 Trecker haben in Hannover die sofortige Stilllegung des AKW Grohnde gefordert. Die kurzfristigen Demonstration und eine Unterschriftensammlung wollten die KritikerInnen nach den neuerlichen Defekten im AKW Grohnde Druck auf die niedersächsische Atomaufsicht machen, dass der seit Jahrzehnten umstrittene Reaktor in der nächsten Woche nicht wieder ans Netz geht.
Der Niedersächsische Umweltminister hat für Montag ein aufsichtliches Gespräch mit dem Betreiber angesetzt. Am Donnerstag um 11.15 Uhr wollen dann die AKW-GegnerInnen dem Minister die Unterschriften über­reichen.

„Diese Aktionen sind nur der Anfang“, erklärte Peter Dickel für die Regionalkonferenz AKW Grohnde stilllegen zum Auftakt am Opernplatz. „Sollte der Reaktor wider alle Vernunft wieder in Betrieb gehen wird es weitergehen mit vielfältigen Aktionen, mit Klagen und mit allen Formen des politischen Drucks.“ Mit der Endzeitstimmung der Betreiber sei jetzt eine völlig neue Gefahrensituation entstanden und niemand könne glauben, dass mit dem Ausstiegsbeschluß alle Gefahren vorbei seien

Auf der Kundgebung am Umweltministerium erinnerte Pfarrer i.R. Eckard Bretzke an den Beginn der Auseinandersetzung, den er in den 70er Jahren als Gemeindepfarrer in Tündern, 3 KM von Grohnde erlebte. In einer kämpferischen Rede verwehrte sich die 16jährige Schülerin Garonne van der Made aus Gehrden bei Hannover dagegen, was ihrer und nachfolgenden Generationen mit den Folgen der Atomenergie aufgebürdet wird. Sie rief gleichermaßen dazu auf, persönlich auf Ökostrom umzusteigen und politisch Druck auf Landesregierung und e.on Druck zu machen. Sie verwies auf die Erfahrung aus Fukushima: „Das soll sich hier nicht wiederholen, darum leisten wir gemeinsam Widerstand“.

Foto: Hironubo Takaoka, Mitbegründer der Gruppe Sayonara-Genpatsu-Düsseldorf Foto: Michaela Mügge / PubliXviewinG
Aus Japan berichtete Hironubo Takaoka, Mitbegründer der Gruppe Sayonara-Genpatsu-Düsseldorf von dem gerichtlichen Verbot, den Reaktor Oi wieder in Betrieb zu nehmen. Das Gericht hatte den Vorrang der Lebensinteressen der Menschen vor den wirtschaftlichen Interessen betont. Takaoka wies darauf hin, dass Oi sogar noch nicht mal so alt wie Grohnde sei und der Einsatz von Plutonium-MOX-Brennelementen geplant, aber im Gegensatz zu Grohnde bisher nicht erfolgt sei.

Weitere Aktionen und Fachinformationen im Laufe der Woche.

Weitere Infos und alle Reden:  www.grohnde-kampagne.de
 
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