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Dienstag, 21. November 2017
KONRAD am 1. Mai und in der ganzen Region

 (So., 03-05-2015/Red) Auf den gewerkschaftlichen Kundgebungen und Veranstaltungen in der Region riefen RednerInnen am 1. Mai auf, sich an den Einwendungen gegen KONRAD zu beteiligen. In Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg war die Arbeitsgemein­schaft mit Info-Ständen präsent, an anderen Orten sammelten Bürgerinitiativen oder Gewerkschaftsgruppen.


Salzgitter: „Aktuelle Themen gehören heute auf die Straße“, begrüßte Marion Kosloski-Kuzu vom DGB Salzgitter den Demonstrationszug vor der Alten Feuerwache in Lebenstedt. Die Erweiterungspläne zu Schacht KONRAD und die Einwendungskampagne nannte sie hierbei an erster Stelle. Auch die Anspra­che von Bürgermeister Marcel Bürger (GRÜNE) drehte sich um die Atommüllpläne der Bundesregierung. Er rief eindringlich auf, die Einwendungen zu unterschreiben, den Kampf gegen KONRAD weiterzutragen und sich somit auch für die Sicherheit der eigenen Arbeits­plätze einzusetzen. Gezielt steuerten viele Kollegen den Info Stand der Arbeitgemeinschaft an: Jüngere, viele mit türkischen Wurzeln, ältere, die den Prozess um KONRAD von Anfang an miterlebt und sich eingemischt hatten. Viele waren nach der richter­lichen Genehmigung müde geworden oder hatten gar resigniert haben. Jetzt flammt die Entrüstung wieder auf. Zu den Unterzeichnern der Einwendungen gehörten auch zwei Brüder, die Salzgitter maßgeblich mitgeprägt haben: Ehrenbürger Georg Obst und Reinhard Obst (ehem. Amtsleiter und heute Ortsheimatpfleger von Leben­stedt). Viele Standbesucher berichteten, wo sie schon überall Listen verteilt haben, nahmen Listen mit, um bei ihren Freunden zu sammeln oder weil demnächst eine Familienfeier ansteht. An fast allen Ständen liegen Un­ter­schriftslisten aus. Die IG-Metall hat eine Anlaufstelle eingerichtet, an dem jeder seinen persönlichen Protest ge­gen Schacht KONRAD auf große Pappen schreiben konnte. Diese Botschaften sollen samt Porträt der jewei­ligen VerfasserIn öffentlich gemacht werden.

Wolfsburg: Fast ein Heimspiel für Marianne Neugebauer vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft, die selbst in Wolfsburg arbeitet: „In vielen Gesprächen am Info-Stand der Arbeitsgemeinschaft war spürbar, dass die Bedeu­tung der gestartete Kampagne bei vielen Menschen angekommen ist.“ Dafür sind bereits viele aktiv. Viele Kolle­gen berichteten, dass sie bereits selbst bei sich im Betrieb informieren und Unterschriften sammeln. „Mein be­son­deres Erlebnis“, freut sich Silke Westphal, die in Wolfsburg mit dabei war: „ich durfte das Problem KONRAD zwei Mal auf Italienisch erläutern und habe viel Zustimmung für unser Engagement bekommen.“

Braunschweig: DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach wies ihn ihrer Rede auf die Ein­wendungen hin: „Nur weil sich so viele mit so guten Argumenten gemeinsam engagieren, nur deshalb liegt noch kein Atommüll in Schacht KONRAD“, sagte sie und: „denn dagegen haben wir Einwende und wer die Einwen­dungen noch nicht unterschrieben hat, der kann das dann gleich am Platz an den Ständen tun.“

Das taten dann auch Viele beim inter­na­tionalen Fest, zu dem wie schon seit Jahren Tausende in den Bürgerpark strömten. Bei Vielen waren bereits Infos zur Einwendungskampagne angekommen, jetzt eine gute Gelegenheit, sich am Stand der Arbeitsgemeinschaft genauer zu informieren, zu unterschreiben und  Listen mitzunehmen, um selbst aktiv zu werden oder um Geld zu spenden. Auf viel Interesse stieß die für Donnerstag, den 7.5 für 19 Uhr geplante Info-Veranstaltung in der Gaststätte Holzwurm im Prinzenpark. 

 
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