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Dienstag, 19. September 2017

Steffis Blog

Hier bloggt Steffi Schlensog über Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge.

Seit 2009 unterstützt Steffi Schlensog unsere Arbeit. Als sie im Herbst 2010 die Demonstration in Berlin mit organisierte, hat sie diesen Blog angefangen und berichtet seither über Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Sichtweisen.Seit Mai 2011 ist Steffi jetzt bei der Arbeitsgemeinschaft angestellt. Im KONRAD-Haus und bei externen Terminen arbeitet sie daran, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und dem gewachsenen Informationsbedürfnis nach zu kommen.

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Braunschweiger Atomnarren

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„Bei der ASSE haben wir alles, bis auf Zeit“

(Di., 07.07.15/Sg) Zum 60tigsten Mal trafen sich am Montagabend Aktive zur Wolfenbütteler Mahnwache zu Asse II & Co. Veranstalterinnen sind die Bürgerinitiativen WAAG - Wolfenbütteler AtomAusstiegs Gruppe und die BASA - BürgerAktionSichereASSE, die über aktuelle Entwicklungen zur ASSE II und über benachbarte Atommüllstandorte der Region berichten. Die beiden Initiativen legen seit jeher großen Wert auf die Vernetzung der Aktiven aus der Region und haben deshalb bei vielen ASSE- Mahnwachen Gäste eingeladen. „Denn, alles was z.B. in Braunschweig diskutiert wird, kann Wolfenbüttel auf die Füße fallen oder andersherum!“

Knapp 30 ZuhörerInnen verfolgten interessiert Peter Meyer von der Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V., der über den aktuellen Stand in Braunschweig-Thune berichtete. Sollte jemals der Atommüll aus ASSE II geborgen werden, ist der Bogen zur Atomfirma Eckert&Ziegler in Braunschweig sehr kurz, auch wenn die Firma beteuert, das Geschäft der Atommüllkonditionierung inmitten eines Wohngebietes in Thune nicht weiter ausbauen zu wollen.

Die Arbeiten könnten dann vielleicht im vom Landkreis Wolfenbüttel ins Gespräch gebrachten Kompetenz- und Innovationszentrum für die kerntechnische Entsorgung vorgenommen werden.

Es wurde über die Erkundungsarbeiten an Schacht 5, dem geplanten zusätzlichen Bergungsschacht, was gerade in der ASSE II-Begleitgruppe läuft, sowie über die laufenden Betonierarbeiten in ASSE II berichtet. Das Verhalten in der Kommunalpolitik, im Besonderen das der Landrätin Steinbrügge, wurde von der WAAG stark kritisiert. Gerade die 2013 von der Begleitgruppe und ihren Fachleuten wegen mangelnder Drainage problematisierten Betonierarbeiten vor den Kammern in ASSE II würden von der Landrätin einfach ausgesessen.

Lt. der Landrätin sollen sie erst im Herbst wieder auf der Tagesordnung stehen, wobei die Verfüllung bis dato ungehindert weiter geht. Durch das unzureichende Drainagekonzept besteht die Gefahr, dass die verfüllten Kammern mit Wässern zulaufen und infolgedessen der Atommüll durchnässt wird. Die Fachleute der ASSE-II-Begleitgruppe hatten bereits Alternativvorschläge gemacht, um das Bergwerk auf andere Weise zu stabilisieren und damit die Rückholung nicht zu gefährden. Im Herbst!

Und  auch der ASSE- Fonds war Thema. Gerade wurde veröffentlicht, dass mit Geldern aus dem Fonds ein Konzert an der Asse veranstaltet und ein Sportplatz finanziert werden soll. Die von der WAAG eingeforderte Beteiligung der Bevölkerung an den Vergabekriterien der Gelder und die Erhebung der tatsächlichen Nachteile in der Region – vor allem auch die gesundheitlichen – werden abgelehnt. Die WAAG plant eine öffentliche Veranstaltung im Wolfenbütteler Rathaus zum Thema Zukunftsrat und gesundheitliche Belastungen an Atomanlagen.

Die ASSE- Mahnwache ist eine wichtige Veranstaltung in der Region und eine gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand zu ASSE II zu informieren, zu diskutieren und mit den Bürgerinitiativen in Kontakt zu treten. Sie findet jeweils am ersten Montag im Monat statt, die nächste nach der Sommerpause am 07. September 2015.

Steffi Schlensog

 

Wer sich mehr mit der Thematik beschäftigen möchte empfehle ich die Artikel von Ende 2014:

Nichts läuft gut in ASSE II - Und wohin mit dem Müll? | Bundesbehörden gefährden Rückholung des ASSE-Mülls 

 
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