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Erster Spaziergang der Mobilen Atomaufsicht

(Mo., 14.09.2015 / UT) Politiker behaupten zwar häufig, sie befänden sich auf dem richtigen Weg, nur spazieren gehen sieht sie niemand. Anders bei den „Kanaldörfern gegen Schacht Konrad“. Weil die Regionalgruppe der Arbeitsgemeinschaft erkenntnisbringende Spaziergänge schätzt, hat sie die „Mobile Atomaufsicht“ ins Leben gerufen: regelmäßige Spazier- und Erkundungsgänge rund um die Schachtanlagen KONRAD herum. Um Präsens zu zeigen. Der Widerstand gegen das Nationale Entsorgungsprogramm (NaPro) hat zwar Wirkung gezeigt, aber KONRAD noch lange nicht vom Tisch gewischt. Der erste Spaziergang, am vergangenen Freitag, umspannte den Themenkreis „Beobachten, Fragen stellen, Antworten suchen“.

Hauptsächlich Ortsansässige und IG Metaller aus den umliegenden Betrieben hatten sich an diesem schönen Spätsommer-Spätnachmittag an der „Kanaldörferschranke“ nahe KONRAD I eingefunden. „Wir haben mit der Kampagne erreicht, dass man uns in Berlin wahrnimmt“, sagte Ursula Schönberger zum Auftakt der Veranstaltung, doch KONRAD stehe immer noch, quasi zwischen den Zeilen des NaPro. Selbst wenn die Erweiterungspläne vorerst nicht weiter verfolgt werden, so sei das Projekt KONRAD insgesamt nicht gestoppt, sondern werde unbeirrt weiter ausgebaut.

Die „Mobile Atomaufsicht“ wird das weiter verfolgen. Erkenntnisbringend war der rege Austausch auf dem ersten Spaziergang sowieso. Nicht nur weil der Physiker Wolfgang Neumann von der „intac“, der KONRAD wie seine Westentasche kennt, uns begleitete und erläuterte, welche Kniffe die Atomindustrie sich gerade wieder ausdenkt, um den Atommüll in Schacht KONRAD auf noch viel kleinerem Raum zu verstauen. Auch die übrigen Teilnehmer der Gruppe brachten einige Fundstücke zutage.

Zum Beispiel weist das Bauschild einige Kuriositäten auf. Etwa die Aufschrift: „Hier entsteht aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages das Endlager Konrad“. Ein Fake? Der Bundestag hat sich nämlich niemals mit der Genehmigung von KONRAD befasst. Außerdem wurde inzwischen das Datum der Inbetriebnahme (ehemals 2014) entfernt und durch keine andere Jahreszahl ersetzt. Vielleicht ein Zeichen, dass KONRAD erst jenseits unserer Zeitrechnung in Betrieb gehen kann? – Spekuliert wurde auch über Gleisanschlüsse und die Funktion einer neuen großen Halle auf dem Grundstück. Ist das relevant? Wenn ja, dann bekommen wir das noch raus.

Der nächste Spaziergang der „Mobilen Atomaufsicht“ ist für den 9. Oktober, 17.00 Uhr vorgesehen.

 
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