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Samstag, 24. Februar 2018
Grafenrheinfeld: Einwendungen bis 27. Juli einlegen

(So., 17.07.16/SW) Der BUND Naturschutz in Bayern und die BA-BI in Schweinfurt rufen dazu auf, bis zum 27. Juli Einwendungen gegen die Abrisspläne der e.on des AKW Grafenrheinfeld einzulegen. Der BUND Naturschutz widerspricht dem geplanten Vorgehen des Unternehmens e.on und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zum Abriss entschieden.

Wir sehen hier keine "Grüne Wiese“. Wir entnehmen den Planunterlagen, dass über 99 Prozent der Radioaktivität am Standort verbleiben wird - im atomaren Zwischenlager BELLA. Voraussichtlich bis weit in die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts. Diese riesige Menge an Radioaktivität soll hier in einem unsicheren Zwischenlager gelagert werden. In einem Zwischenlager, das nicht sicher ist gegen den Absturz eines großen Flugzeugs (z.B. Airbus 380) und nicht ausreichend sicher ist gegen terroristische Angriffe (z.B. mit modernen panzerbrechenden Waffen). Auch die Castoren bieten nicht den erforderlichen Schutz. Gemäß den vorliegenden Planungen soll das Reaktorgebäude abgerissen werden. Damit entfällt in Zukunft die Möglichkeit, schadhafte Castoren im strahlungsabschirmenden Reaktorgebäude zu reparieren." so Edo Günther, Vorsitzender der Kreisgruppe Schweinfurt des BUND Naturschutz in Bayern und Sprecher des Arbeitskreises Atomenergie und Strahlenschutz im BUND e.V.

"Die Verbesserung der Sicherheit des Atommülllagers am Standort AKW Grafenrheinfeld ist zwingend notwendig. Zudem muss in Zukunft im atomaren Zwischenlager BELLA die technische Möglichkeit bestehen, hochradioaktiven Atommüll aus potentiell schadhaften Castoren sicher umzulagern. Wir fordern aktuell vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Eröffnung eines neuen Verfahrens zur Überprüfung und zur Verbesserung der Sicherheit des atomaren Zwischenlagers BELLA", so Günther weiter.

Es ist wünschenswert, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Einwendungen gegen die unausgereiften Pläne erheben - zumal es nach jetzigen Planungen die einzige Möglichkeit im gesamten Verfahren sein soll! Der BUND Naturschutz hat eine Mustereinwendung erstellt. Diese enthält umfangreiche Einwendungen und Forderungen und ist als Sammelliste frei verwendbar. Besonders wünschenswert sind persönliche Einwendungen. Dazu kann dioe Mustereinwendung komplett oder auszugsweise übernommen werden und durch individuelle Punkte ergänzt werden: http://www.bund-naturschutz.de/energie/aktuelles.html

Der Bundesverband der Bürgerinitiativen (BBU) hat ebenfalls einen 8 Punkte umfasssenden Sammeleinspruch veröffentlicht, mit dem in Bayern und anderswo Einwendungs-Unterschriften gesammelt werden können: http://bbu-online.de/Einwendungen/Einwendungen.html

 

 
 
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