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Mittwoch, 13. Dezember 2017
  ASSE II 
 

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Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

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BfS will Asse-Flutung riskieren

(03.11.2016/SW) Bereits im Dezember will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nun auch die 2. südliche Richtstrecke vor den Einlagerungskammern vier und acht auf der 750m-Sohle verfüllen. Bei diesem Bereich handelt es sich nicht nur um die Haupteinlagerungssohle, sondern auch um den größten der Laugenzutritte. Diese wurden bisher abgepumpt, doch durch eine Verfüllung der Strecke wird dies erschwert. Die zufließende Lauge wird sich künftig in den – bisher nicht verfüllten – Atommüllkammern aufstauen und darin ansteigen. Der Atommüll bekommt „nasse Füße“, die Rückholung wird dadurch weiter erschwert und das radiologische Risiko erhöht.

Die AG Schacht KONRAD hatte hierzu erst kürzlich eine Pressemitteilung veröffentlich: BfS gefährdet die Rückholung des Atommülls aus der ASSE II.

Zwei Wissenschaftler der AGO (Arbeitsgruppe Option Rückholung), die im Begleitprozess seit Langem davor warnen, sind mit ihrer Kritik jetzt an die Öffentlichkeit gegangen. „Die Notfallplanung des BfS setzt das alte Konzept seiner Vorgängerin, des Helmholtzinstitutes, zur Verfüllung um. Dabei werden die Abläufe aus den Einlagerungskammern in die Begleitstrecken verschlossen und eine zusätzliche Vernässung der eingelagerten Abfälle riskiert“, erläuterte der Anlagenbauer Dr.-Ing. Hoffmann auf einer Info-Veranstaltung des A2K.

Der Hydrogeologe Dr. habil. Ralf Krupp kritisierte, dass das BfS alle Warnungen aus den Reihen der AGO unbetrachtet gelassen habe, entscheidende Risiken der Verfüllung nicht erkannt und sie nicht in die Risiko-Abwägung einbezogen habe. Das Ergebnis der Abwägung sei aus seiner Sicht „methodisch fehlerhaft und nicht nachvollziehbar.“ Er erläuterte auch, dass diese sog.„Notfallvorsorge“ des BfS während der Rückholung der Abfälle unwirksam und damit nutzlos würde: „Im Fall eines unbeherrschbaren Lösungszutritts wird durch das Topfkonzept das radiologische Risiko drastisch erhöht, indem die Lösungen in die unverfüllten Einlagerungskammern kanalisiert werden.“

Es ist völlig unverständlich, dass sowohl das Landesbergamt als auch das Niedersächsische Umweltministerium die Pläne des BfS blind genehmigen. Die Asse-2- Begleitgruppe fordert jetzt ein Moratorium der Verfüllungspläne, das in einer ersten Stellungnahme des BfS abgelehnt wurde. Wie geht es jetzt weiter?

Auf ihrer nächsten Sitzung am Freitag, 4.11.2016 will die Begleitgruppe unter TOP 5 „Notfallvorsorge/Drainage/Risikoabwägung“ über die AGO-Stellungnahme und ihre eigene Forderung nach einem Moratorium beraten und eine „Konsequenzenanalyse“ betreiben.

Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 14:00 Uhr im TWW e.V. Am Exer 9, Wolfenbüttel

Link zur Veranstaltung des A2K: http://aufpassen.org/veranstaltungsbericht-durchnaessung-des-atommuells-droht/

 
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