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Freitag, 28. April 2017
  ASSE II 
 

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Fachgruppe ASSE
Kontakt: Claus Schröder
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Nächstes Treffen:
Mi., 19.04.17 - 19.00 Uhr
DGH Burschenhof, Kantorweg 1, 
Sickte

ASSE- Machnwache
 jeden 1. Montag im Monat

Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

Ansprechpartner Claus Schröder
        Claus Schröder
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Alle Jahre wieder…

(Mo., 19.12.2016/SW) Wer sich seit Jahren mit der Thematik um die Rückholung des Atommülls aus der Asse beschäftigt, seufzt nur noch leise, wenn rituell zum Jahresende einzelne Kräfte wieder einen Vorstoß wagen, alle Bemühungen um die Rückholung mit einem gezielt lancierten Kommentar zu kolportieren: dieses Jahr war es die SSK (Strahlenschutzkommission), die bereits im September eine Empfehlung verabschiedete, deren Tenor wohl sein sollte, dass der Verbleib der radioaktiven Abfälle in der Asse eine sichere Option sei. Dort heißt es:

„Nach Auffassung der SSK könnten sowohl die Option Rückholung als auch die Option Vollverfüllung Varianten der Stilllegung sein, die bei sorgfältiger Planung und Durchführung dazu geeignet sind, die Schutzziele des Strahlenschutzes zu erreichen. Sofern der Langzeitsicherheitsnachweis für die Option Vollverfüllung zu führen ist, sieht die SSK die Option Vollverfüllung […] eindeutig im Vorteil gegenüber der Option Rückholung.“

Argumentiert wird hier mit der Strahlenexposition der Beschäftigten und anschließend folgende Behauptung aufgestellt: „Hinzu kommt, dass nach neueren Analysen eine Gefährdung der Bevölkerung durch ein Verbleiben der Abfälle in der Schachtanlage nach Einschätzung der SSK ausgeschlossen werden kann.“

Neuere Analysen? Sollten wir da etwas nicht mitbekommen haben?

Mitnichten, denn bis heute konnte die SSK nicht darlegen, auf welche Grundlagen sich diese Behauptung stützt, so hat auch das BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) jetzt auf die Intervention durch die SSK reagiert: „Worauf sich diese Hoffnung [auf einen Langzeitsicherheitsnachweis bei Verbleib der Abfälle in der Asse] konkret stützt, bleibt dem verantwortlichen Betreiber der Anlage verborgen und steht im unmittelbaren Widerspruch zum gesetzlichen Auftrag, die Anlage über den Weg der Rückholung der Abfälle sicher stillzulegen.“

Die Rückholung der Atomabfälle aus der Asse ist seit 2013 mit der „Lex Asse“ gesetzlich verankert worden und ist Ergebnis einer jahrelangen wissenschaftlichen Untersuchung und des Optionenvergleichs. Es ist längst an der Zeit, dass nun alle Kräfte zusammenwirken und sich vorrangig der verantwortungsvollen Aufgabe der Rückholung stellen, statt immer wieder politische Störfeuer zu entzünden!

Zur vollständigen Stellungnahme des BfS: http://www.asse.bund.de/SharedDocs/Stellungnahmen/Asse/DE/2016/1209-empfehlungen-ssk.html

 
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