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Mittwoch, 16. August 2017
Förderbewilligung für Bildungsprojekt zur Atommülldebatte

(v.l.) Thorben Becker (BUND), Gert Sanders (BUNDjugend Bundesverband), Ursula Schönberger (Trägerkreis Atommüllreport) und Dr. Matthias Miersch, MdB und DBU-Kuratoriumsmitglied, Franz-Georg Elpers (Pressesprecher der DBU)
(Mi., 05.04.2017 /UT) 109.000 Euro hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) jetzt für ein Bildungsprojekt bewilligt, das junge Menschen befähigen soll, sich fachkompetent an der Atommülldebatte zu beteiligen. Für eine Million Jahre müsse eine sichere Atommülllagerung gewährleistet werden. Diese zeitliche Dimension sei unvorstellbar, sagte MdB Dr. Matthias Miersch heute Morgen bei Übergabe der Förderbewilligung vor Schacht KONRAD1 in Salzgitter-Bleckenstedt. Antragsteller war der Trägerkreis Atommüllreport, der dieses anderthalbjährige Projekt nun in Kooperation mit der BUNDjugend durchführen wird.

Unser Wissen sei begrenzt, so Miersch weiter, deshalb gehe es nicht nur darum, den enormen Fundus an Fachwissen und gesellschaftlicher Debatte zu sichern, sondern gerade auch um Transformation von Wissen. Für die heutige Jugend sei es nicht mehr verständlich, warum es überhaupt zur Nutzung der Atomenergie kommen konnte, hakte Gerd Sanders, Bundesgeschäftsführer der BUNDjugend nach, zumal die Jugendlichen überhaupt nichts von der Nutzung der Atomenergie gehabt hätten. Für sie blieben nur die Probleme übrig.

Der Trägerkreis Atommüllreport arbeitet daran, das Wissen um die Atommüll-Ära zu bündeln und aufzuarbeiten. Das Jugendprojekt sei dabei ein wichtiger Baustein, um den Staffelstab an die nächste Generation weiterzugeben, so Ursula Schönberger, Projektleiterin dieses Trägerkreises. Es werde ein Projekt auf Augenhöhe sein, sagte sie, wo beispielsweise die Älteren von den Jüngern lernen müssten, auf welchen „Kanälen“ sie am besten erreichbar seien. Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der DBU sagte, dass Jugendliche wieder offener seien für Umweltprojekte als noch vor zehn Jahren. Das lässt hoffen.

Gedacht ist dieses Bildungsprojekt, um junge Menschen fit zu machen, für die künftige Atommülldebatte, die noch Jahrzehnte weiter geführt werden wird. Damit es eine große Breitenwirkung entfalten kann, sind nicht nur bundesweite Fachworkshops und Videoclips geplant, sondern es wird auch Bildungsmaterial für Schulen und andere jugendliche Bildungsstätten entwickelt werden. Weitere Informationen 


 
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