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Freitag, 23. Februar 2018
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Abfälle

ASSE II – Abfälle

Auszug aus dem Datenblatt ASSE II www.atommuellreport.de/daten/asse-II

Gesamt 125.787 Gebinde

  • 1.293 Gebinde mit mittelradioaktiven Abfällen

  • 14.779 Gebinde mittelradioaktiver Abfälle in „verlorener Betonabschirmung“ (VBA), die fälschlicher Weise z.T. immer noch als schwachradioaktive Abfälle gelistet werden.

  • 109.715 Gebinde mit schwachradioaktiven Abfällen

Über 25 % der Gebinde stammen aus dem letzten Einlagerungsjahr 1978, zu einem Zeitpunkt also, als das Ende der Einlagerung schon absehbar war.

Kernbrennstoffe:

  • Brennelemente aus der Kernforschungsanstalt Jülich (KfA) - Die Begleitpapiere wiesen aus: BE-Kugeln, Compacts, Brennstäbe in Blechdosen, AVR-BE - die KfA hingegen erklärte, es wären keine AVR-Brennelemente, sondern nur Testelemente gewesen.

  • Plutonium 28,9 kg

  • Uran-235 30,1 kg

Herkunft der Gebinde:

Lange Zeit versuchte die Bundesregierung den Eindruck zu erwecken, über 90 Prozent des radioaktiven Inventars in der ASSE II stamme aus der staatlichen Forschungseinrichtung in Karlsruhe. Tatsächlich stammt etwa ein Drittel der Gebinde und 72 Prozent der Radioaktivität aus Atomkraftwerken. Diese hatten Ihren Müll zur Wiederaufarbeitung nach Karlsruhe geschickt. Die dabei anfallenden Abfälle wurden als Karlsruhe-Müll deklariert in die ASSE II verbracht. So leicht wurden die Energiekonzerne ihre Verantwortung für ihren Atommüll los. Die folgende Tabelle gibt die tatsächliche Herkunft der Gebinde wieder – soweit bekannt:

Wiederaufarbeitung

Atomkraftwerke

Forschungseinrichtungen

Fimen

Sonstige

 

Quellen:

GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit: „Bestimmung des nuklidspezifischen Aktivitätsinventars in der Schachtanlage ASSE“, August 2002
Link: http://www.asse.bund.de/SharedDocs/Downloads/Asse/DE/IP/historische-dokumente/gerstmann-2002.pdf;jsessionid=84BCE121E7D05DD66E4CD690CD869E36.1_cid391?__blob=publicationFile&v=1

Energie-Chronik: „Kosten für Asse trägt der Bund, obwohl die Radioaktivität größtenteils aus Kernkraftwerken stammt“ udo-leuschner.de 090203, Februar 2009
Link: http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/090203.htm#tabelle1

Deutscher Bundestag: Antwort auf die kleine Anfrage (Grüne): "Herkunft und Zusammensetzung des radioaktiven Inventars im Bergwerk ASSE II aus dem Forschungszentrum Karlsruhe", Drucksache 16/10783 vom 05.11.2008 | Link: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/107/1610783.pdf