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Freitag, 27. April 2018
Neues aus Fukushima

Frau Oshidori, Diskussion über einen Geologie-Plan von Schacht Konrad
(Robert Slawski, BUND-BS, 2018-04-15) Frau Oshidori zu Besuch in der Region Braunschweig. Vor sieben Jahren, mit Beginn am 11. März 2011, explodierten mehrere Reaktorblöcke des Atomkraftwerks "Fukushima Daiichi". Der Super-GAU, ein nukleares Desaster, weltweite Berichterstattung. Diesmal traf es eine Hochtechnologie-Nation, nicht einen sowjetischen Schrottreaktor. Aber was wissen wir über die heutige Situation in Japan? Berichte sind selten geworden. Diese Lücke füllt Mako Oshidori, die seit 2011 als Atom-kritische Journalistin arbeitet. Bei ihren jährlichen Vortrags- und Informationsreisen in Deutschland bildet die Region Braunschweig stets ein wichtiges Ziel.

In diesem Jahr übernahm Frauke Arndt-Kunimoto die Organsiation und fungierte zugleich als Übersetzerin. Über wesentliche Inhalte des Vortrages am 12. April im Mehrgenerationenhaus Braunschweig wird in Kürze auf der Homepage des BUND-BS berichtet.

Steffi Schlensog, Ludwig Wasmus (beide AG Schacht Konrad), Frau Arndt-Kunimoto, Frau Oshidori
Ludwig Wasmus erläutert die geologische Schichtung im Bergwerk Konrad, Frau Arndt-Kunimoto, Frau Oshidori

 

Vortrag am 12.04.2018 im Mehrgenerationenhaus Braunschweig. Links Frau Oshidori, rechts die Übersetzerin Frau Arndt-Kunimoto
Neben den öffentlichen Vorträgen stand für Frau Oshidori eine Bergwerkseinfahrt in Schacht Konrad auf dem Programm. Durch Vermittlung des BUND konnte im Anschluss ein Gedankenaustausch bei der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. in Bleckenstedt stattfinden. Steffi Schlensog begrüßte die Gäste im Konrad- Haus, als Vorstandsmitglied war Ludwig Wasmus mit dabei.

Die hiesigen Anti-Atom-Experten konnten verschiedene Beobachtungen klären, die Frau Oshidori und ihr Ehemann gemacht hatten. Ebenso einige Fragen, die von der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) eher dürftig beantwortet worden waren. Frau Oshidori interessierte sich besonders für die Strahlenwerte in der Abluft und für die Verbreitung von verseuchten Partikeln über das Grubenwasser.

Ludwig Wasmus erklärte, dass unter heutiger Rechtslage Bergwerk Konrad als Endlager für den schwach- und mittelradioaktiven Abfall keine Genehmigung mehr erhalten würde. Die deutschen Teilnehmer erfuhren, dass es in Japen - ebenso wie in Deutschland - kein Konzept gibt, wie der hochradioaktive Abfall endgültig "entsorgt" werden soll. Dabei sind dort die Bedingungen noch weitaus schwieriger: Wegen der zahlreichen Vulkane und der häufigen Erd- und See-Beben. Und ein solches See-Beben hatte ja auch die Katastrophe von Fukushima ausgelöst.

 

 

 
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