Freitag, 15. Dezember 2017
Daten Schacht KONRAD
Eigentümerin:

Bundesrepublik Deutschland. Der Bund hat die Schachtanlage 1987 für 84 Millionen DM von der Salzgitter AG gekauft.
Betreiberin:
Bundesamt für Strahlenschutz (früher: Physikalisch-Technische Bundesanstalt) im Auftrag des Bundesumweltministeriums
Durchführung der Arbeiten:
Deutsche Gesellschaft für den Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (dbe), Peine
Genehmigungsbehörde:
Umweltministerium Niedersachsen, Hannover
Erzabbau: 1965 bis 1976
Eignungsuntersuchung:

1975 bis 1982 durch die Entwicklungsgemeinschaft Tieflagerung (GSF Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung und KfK Kernforschungszentrum Karlsruhe)

Planantrag:
von der PTB gestellt am 01.09.1982
Planauslegung:
von Mai - Juli 1991
Einwendungen:

289.387; nach den 880.000 Einwendungen gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf, die zweitgrößte Zahl von Einwendungen in einem Verwaltungsverfahren
Erörterungstermin:

Vom 25. September 1992 bis 05. März 1993. Mit 75 Verhandlungstagen der längste Erörterungstermin in der deutschen Verwaltungsrechtsgeschichte.
Genehmigung:3. Juni 2002, rechtskräftig am 3. April 2007.
Einlagerungvolumen:

Beantragt wurden 650.000 m3, genehmigt 303.000 m3, eine etwaige Erweiterungsgenehmigung im laufenden Betrieb ist nicht ausgeschlossen.
Einlagerungsinventar:

Das Einlagerungskriterium für konradgängigen Müll ("das Inventar darf das umgebende Wirtsgestein um nicht mehr als 3 Grad erwärmen") deckt 95% des Atommülls (Volumen) ab, der in Deutschland produziert wird.