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Dienstag, 21. November 2017

Steffis Blog

Hier bloggt Steffi Schlensog über Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge.

Seit 2009 unterstützt Steffi Schlensog unsere Arbeit. Als sie im Herbst 2010 die Demonstration in Berlin mit organisierte, hat sie diesen Blog angefangen und berichtet seither über Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Sichtweisen.Seit Mai 2011 ist Steffi jetzt bei der Arbeitsgemeinschaft angestellt. Im KONRAD-Haus und bei externen Terminen arbeitet sie daran, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und dem gewachsenen Informationsbedürfnis nach zu kommen.

Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen.

Braunschweiger Atomnarren

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"Walk-Act" Eine Szenencollage gegen Atomkraft

(Do.,30.06.11/Sg) Gestern Abend fand die zweite Aufführung der Szenencollage “Keiner lacht. Alles strahlt”. statt. Eingeladen hatte der Oberstufenkurs der Braunschweiger IGS Franzsches Feld. Bereits beim Eintreffen auf dem Vorplatz der IGS  mahnen Reihen von gelben und schwarzen Atommülltonnen, alle mit  Banderolen versehen. Biblis, Philippsburg, Gundremmingen, Brokdorf usw. ist darauf zu lesen. Thema des 30-minütiger „Walk-Act“ sind die Auswirkungen von Atomkraft und die ungelöste Endlagerfrage.

Als Eintrittskarten bekommen alle Gäste Mundschutzmasken und werden von zwei gelb angelaufenen Männern durch das Schulgebäude gelotst Keinen Schritt können wir ohne sie gehen, sie, immer freundlich, gehen voran, dirigieren die Gruppe bis ins letzte Aufstellung, bestimmen wo wir gehen und stehen. Es geht durch Hallen und Vorräume, bis in die Tiefen des Schulkellers.

Unterwegs treffen wir auf unterschiedlichste Szenen, es sprechen PolitikerInnen, Industriebosse und MitarbeiterInnen der Öffentlichkeitsabteilung der Atomkonzerne. BürgerInnen die sich zur Wehr setzen werden ausgeschaltet. Je weiter wir in das Gebäude eindringen, umso deutlicher werden in eindrucksvollem Spiel die Irreführungen der Atomkraftwerksbetreiber dargestellt. Der letzte Ort, den die BesucherInnen erreichen ist eine Sackgasse im Tunnelgeflecht des Hauses. Hier wird dem Betrachter auf schmerzliche Weise die strahlende Zukunft durch die strahlende Vergangenheit offenbart. Eine mutige Vorstellung über Feigheit, Dummheit und Verblendung eines vermeidbaren „Schicksals“, das in Angst, Leid, Isolation und Tod endet. Der Applaus für die SchülerInnen würdigte nicht nur Ihr grandioses Spiel, sondern erweckte uns aus unserer atemlosen Betroffenheit.

 
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