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Samstag, 24. Februar 2018
Ihr könnt Euch nicht aus der Verantwortung freikaufen

Symbolträchtiger Protest vor dem Rathaus SZ-Lebenstedt
(26.08.11/UJ) Knapp 20 Anti-AKW-Aktive trafen sich am Mittwoch, 24.8.2011 rechtzeitig vor Beginn der öffentlichen Ratssitzung über die Abstimmung zum Gesellschaftsvertrag für die sog. Konradstiftung, um vor dem Lebenstedter Rathaus deutlich zu machen, dass sie / wir uns unseren Widerstand gegen die Inbetriebnahme von Schacht Konrad nicht abkaufen lassen.
100 Millionen Euro, die in den nächsten Jahren kleckerweise in den Fonds fließen sollen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keinen Ausgleich für die Gefahren geben kann, die hier in der Region mit der Inbetriebnahme einer weiteren Atommüllkippe verbundenen sind.

So wurde zwischen den Pfeilern des Rathauses aus Wollfäden ein Spinnennetz gespannt, in das  Kopien von Geldscheinen, kleine Atommülldosen und andere Anti-AKW-Zeichen gehängt wurden.  Diesem Spinnennetz, das die Verstrickungen der Politik im Netz der Atomlobby deutlich machen sollte, entgingen die meisten Ratsherren und –frauen, da sie durch den Hintereingang das Rathaus betraten. Verborgen blieb ihnen aber unsere Aktion nicht. Schon bald fuhr ein Polizeiwagen vor – die beiden Beamten konnten alsbald ihrer Dienststelle melden, dass sich einige Demonstranten absolut friedlich zum Protest versammelt hätten. Auf der Zuschauertribüne konnten wir die Debatte verfolgen, Transparente mussten wir vor der Tür lassen – immerhin durften wir die KONRAD-Westen tragen! Im Rat sorgte besonders  unsere im Netz aufgehängten Parolen für Empörung bei Bürgermeister Klein (SPD), der sich unsere Äußerung ‚Ihr könnt Euch nicht aus der Verantwortung freikaufen’! energisch verbat.

Wie erwartet, konnten sich die meisten Abgeordneten dem Reiz der Millionen nicht entziehen und stimmten bis auf 4 Ausnahmen dem Vertrag zu.

 

 
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