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Sonntag, 29. Mai 2016

 Atommüllkonferenz 

Nächste Atommüllkonferenz: Samstag, 8. Februar 2014, Kassel

Die Bestandsaufnahme kann hier oder per Mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können für 15 € bestellt werden. Dazu gehört ein Din A1 Plakat mit einer Karte der Atommüll-Standorte. Die Versandpauschale beträgt 2,50 €.

 

2013          www.atommuellkonferenz.de

 Atommüll-Konferenz:

Absage an Endlager-Kommission

Nach Auffassung der TeilnehmerInnen der Atommüllkonferenz, die am Samstag, dem 31. August in Kassel stattfand, sollten die für Umweltverbände vorgesehenen Plätze in der "Endlager"-Kommission nicht besetzt werden. Der Konferenz lag eine 272-seitige Bestandsaufnahme vor, wo und wie derzeit Atommüll an Stand­orten in ganz Deutschland lagert. Der Bericht soll Mitte September veröffentlicht werden und dann Grundlage einer weiteren offensiven Auseinandersetzung über den zukünftigen Umgang mit Atommüll sein. Ein weite­res Thema der Konferenz waren Rechtsstellung und Verfahrensanforderungen Betroffener in den Stillle­gungsverfahren von Atomkraftwerken.

Zu den zweimal jährlich stattfindenden Atommüll-Konferenzen kommen Bürgerinitiativen von Atommüllstand­orten, unabhängige WissenschaftlerInnen und in diesem Bereich arbeitende Organisationen zusammen.

Im Wortlaut:

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 3. Atommüllkonferenz in Kassel am 31.08.13 erklären:

  • Das Standortauswahlgesetz, die in dem Gesetz fixierte Besetzung der „Kom­mission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe“ und ihre mangelnde Kompetenz im wei­te­ren Prozess schließen es aus, dass die Bundesrepublik Deutschland über diesen Weg der Klärung des langfristigen Umgangs mit dem Atommüll näher kommt. Sie dienen im Gegenteil dazu, den Standort Gorleben nachträglich zu legitimieren. Des­halb besteht unter den Teil­neh­merinnen und Teilnehmern Konsens, dass die beiden für die Umweltbe­we­gung vorgesehenen Plätze in der Kommission nicht besetzt werden sollen.

  • Eine Mehrheit der Teilnehmenden spricht sich dafür aus, auch dann keinen Sitz in der Kommission zu besetzen, wenn es zu einer Nominierung aus anderen Teilen der Umweltbewegung kommt.

  • Mit der umfangreichen „Bestandsaufnahme Atommüll“ zeigt die Konferenz das ganze Desaster im Umgang mit dem schwach-, mittel- und hoch-radioaktiven Atommüll. Ein wirklich offener, gesellschaftlicher Entscheidungsprozess muss alle Arten von Atommüll und alle Beteiligten und Betroffenen einbeziehen.

 
 Programm  [ Einladung]
 

Eröffnungsplenum (11.00 – 12.00 Uhr)

  • Bestandsaufnahme Atommüll in Deutschland - Die Politikwissenschaftlerin Ursula Schönberger gibt einen Überblick über die Arbeit am „Sorgenbericht“

  • Standortauswahlgesetz“ und Enquete-Kommission – Die Position des BUND – Thorben Becker, Leiter Energie, BUND Bundesverband

Arbeitsgruppen (12.00 – 13.30 und 14.30 – 16.00 Uhr)

1. Abschaltung - Stilllegung – Abriss

  • Thema: Diskussion des Positionspapier
  • Moderation: Henning Garbers, Braunschweig
  • Input von Standorten
  • Gertrud Patan, Obrigh.: Bundesweiter Rechtshilfefonds Stilllegungsverfahren?

2. Gesellschaftliche Auseinandersersetzung um Atommüll

  • Thema: Bewertung des Endlager-Suchgesetzes / „Enquete-Kommission“
  • Moderation: Martin Donath, BI Lüchow-Dannenberg
  • Input: "Gründung eines Atommüll-Forums zur kritischen und öffent-lichen Begleitung der Arbeit der Enquete-Kommission ?, Göttinger Arbeitkreis gegen Atomenergie [  Positionspapier  ]
  • Input: Thorben Becker, BUND

3. Bestandsaufnahme, „Sorgenbericht“

  • Thema: Weitere Arbeit mit dem „Sorgenbericht“
  • Moderation: Peter Dickel, Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
  • Input: Ursula Schönberger, Redaktionsgruppe, Standorte

Abschlussplenum (16.00 – 17.00 Uhr)

Die Atommüllkonferenz ist ein fachlich-politisches Forum für Betroffene und Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist. Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer Wissen­schaftlerInnen und vonVertreterInnen von Verbän­den und NGOs, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Wichtig ist uns eine Mischung aus Fakten, Erfahrungsaustausch und Absprache gemeinsamer Positionen und Vorhaben.

Bei der 3. Atommüllkonferenz (in diesem Jahrtausend) sollen die Arbeiten an zwei Dokumenten zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden. Aus dem Arbeitsbereich 1 liegt ein Positionspapier „Abschaltung – Stillegung – Abriss“ vor, das abschließend beraten und zwischen den Standorten abgestimmt werden soll. Im Arbeitsbereich 3 ist in den letzten Monaten in akribischer Kleinarbeit und Konsultation mit den Standorten eine standortbezogene „Bestands­aufnahme Atommüll“ (Sorgenbericht) entstanden, die zur Atommüllkonferenz vorliegen soll. Im Arbeitsbereich 2 geht es um eine Bewertung des „Standortauswahlgesetzes“ und der darin vorgesehenen „Enquete-Kommission“ und eigene Initiativen zur gesellschaftlichen Diskussion um den zukünftigen Umgang mit Atommüll.

Martin Donat
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Peter Dickel
Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD

  
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