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Freitag, 17. August 2018
Zum Weltkindertag am 22.9. 2013

Urheber: Gorilla, Lizenz: iStockphoto
(Mi., 04-09-13/MS) Kinder sind unsere Zukunft, ein zwar richtiger, mittlerweile aber abgedroschener Spruch, sich in der Verantwortung zum nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu positionieren. Ohne Kinder wäre die Welt eine Wüste (Jeremias Gotthelf). Weshalb wird ihnen dann eine Solche hinterlassen? Der Weltkindertag ist in vielen Kulturen ein Feiertag für Kinder. Er ist zugleich ein politischer Kampftag, welcher die Bedürfnisse von Kindern in das öffentliche Bewusstsein rücken soll.

Haarverlust eines elfjährigen Mädchens, das sich zwei Kilometer entfernt vom Zentrum der Atombombenexplosion von Hiroshima in einem Haus aufhielt.(www.wikipedia.org)
Die Kinder sollen es an diesem speziellen Tag gut haben: Schulfrei, Ausflüge, freier Eintritt in kulturelle Einrichtungen, kleine Geschenke und sogar eingeschaltetes Licht im Straßenverkehr, um auf die Sicherheit der Kleinen aufmerksam zu machen, sind Teile aus dem großen, weltweiten Repertoire. Ein Grundgedanke liegt allen Feierlichkeiten zugrunde: Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft!

Das mag auch der Intention der großen Mehrheit der Bevölkerung entsprechen. Trotzdem wird und wurde durch die zivile und der damit zusammenhängenden militärischen Nutzung von Atomkraft unvorstellbares Leid vor Allem über die Kinder dieser Welt gebracht. Nehmen wir die Gegenwart; zwei Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima alarmieren zwei neue Studien die Japaner:  Von 110 000 untersuchten Kindern im Jahr 2012 haben mehr als 40 Prozent Zysten oder Knötchen auf der Schilddrüse. Und in einem gerade erschienenen Bericht warnt die Weltgesundheitsorganisation: Die Gefahr, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, sei nach Fukushima vor allem für junge Mädchen um 70 Prozent gestiegen. Es wird also so sein, dass die Kinder in Japan und anderswo zu den wahren Opfern des Super-GAU´s  werden. (arte.tv 9.3.2013)

In dem desaströsen abgesoffenen Altbergwerk Asse warten die radioaktiven Potentiale von 12,5 kg Plutonium darauf, das Grundwasser der Region für die unvorstellbare Zeit von einem Vielfachen von 24110 Jahren (Halbwertzeit Plutonium 239) zu verseuchen. Das ehemalige Bergwerk »Asse« liegt im Einzugsgebiet von Weser und Elbe. Ausgespülte Radionuklide wie z.B. Cäsium137 könnten demnach auch in Hamburgs Wasser auftauchen.

Dafür, dass zwei Generationen Atomstrom konsumieren können werden rund 600 Generationen einem bisher nicht beherrschbaren Risiko ausgesetzt. Es wird hohe Zeit den gewissenlosen und profitgierigen Energiekonzernen dieses Licht auszuknipsen, im Interesse eines Internationalen Kindertages, der diesen Namen verdient hat.

Von Michaela Sohn, Edemissen

 
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