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Ostermarsch fordert Stilllegung der Urananreichenrung in Gronau

(Sa., 04-04-2015/Di.) Mehrere hundert Menschen haben am Freitag zum Auftakt der diesjährigen Ostermärschen an der Urananreicherungs­an­lage im westfälischen Gronau demonstriert. Denn nicht nur im Iran ist die Anrei­che­rung das entscheidende Bindeglied zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Atom­tech­nik. Und wäh­rend die Bundespolitik 2011 einen schrittweisen Aus­stieg aus der zivilen Nutzung auf den Weg gebracht hat, soll die Anreicherungsanlage in Gronau unbefristet weiter betrieben wer­den. Pikant: Da die Atom-Konzerne kein Interesse mehr an der Anreicherung haben, stehen deren Anteile an der trinationalen Firma Urenco zum Verkauf. Die Bundesregierung schließt dabei sogar einen Börsengang nicht aus.

[Bericht Westfälische Nachrichten] [Gronau im atommüllreport.de ] [Redetext Dr. med. Angelika Claussen ] Videos:  [Rede Dr.med. Angelika Claussen ] [Rede Kerstin Ciesla, 2. Vors. BUND NRW ]

Die Firma Urenco gehört je zu einem Drittel der staatlichen britischen BNFL und einer staatlichen niederländischen Gesellschaft. Das deutsche Drittel wird bisher zu je 50% von RWE und E.ON gehalten.

(Grafik: SofA Münster unter "Wem gehört was?")

In Gronau lagernde Uranabfälle, die bisher als „Wertstoffe“ bezeichnet werden und bis 2009 sogar nach Rußland ver­bracht wurden, sollen nach dem jetzt von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Nationales Entsor­gungs­pro­gramm (NaPro) möglicherweise nach KONRAD kommen. Da die Anlage für diese Abfälle nicht ausgelegt ist, wäre ein neues Planfeststellungsverfahren erforderlich. Um den Bestand der derzeitigen Genehmigung nicht zu gefährden, soll das aber erst stattfinden, wenn KONRAD schon in Betrieb ist.

Fotos: aaa-West

 
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