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Donnerstag, 21. Juni 2018
Probleme bei der Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle
(Mi., 05-10-16/US) In 38 Lagerstätten lagern in Deutschland hoch radioaktive Abfälle. Selbst in der zuversichtlichsten Annahme der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe dauert die Einlagerung der Abfälle in eine tiefengeologische Lagerstätte bis 2070. 23 - 36 Jahre nachdem die Betriebsgenehmigungen für die Zwischenlager erloschen sind. Was passiert mit den Castoren in der Zwischenzeit? Und wie sicher sind die Zwischenlager? Im Rahmen einer Fachtagung des Projetkes Atommüllreport am 25.11.2016 in Würzburg soll kontrovers über sicherheitstechnische und konzeptionelle Fragen diskutiert werden. Umfangreiche Informationen zum Thema gibt es auf www.atommuellreport.de.

Am 19.6.2013 entzog das OVG Schleswig dem Standort-Zwischenlager Brunsbüttel die Genehmigung. Anstatt Konsequenzen zu ziehen kamen Bund und Länder überein, dass es keine Sicherheitsdefizite gäbe. Das Land Schleswig-Holstein ordnete nicht nur die weitere Lagerung der bisher im SZL Brunsbüttel befindlichen neun Castoren an sondern will sogar die Einlagerung weiterer Castoren erlauben. Viele Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland weisen noch geringere Sicherheitsstandards als das SZL Brunsbüttel auf. In Lubmin hat der Betreiber seinen Antrag auf Terrorschutzmaßnahmen zurückgezogen, weil nicht realisierbar. Mehr zur Geschichte der Zwischenlager, der Standorte, Bauweisen, Belegung, Befristung und Kritik sowie zum "Brunsbüttel-Urteil" und seinen Konsequenzen auf www.atommuellreport.de.

 
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