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Freitag, 24. Mai 2019
Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD unterwegs

(Mi., 02.05.18/UT) Es sind nicht nur die großen spektakulären Aktionen, die zu den Aktivitäten in der Arbeitsgemeinschaft gehören, sondern es gibt eine Vielzahl von kleineren, aber wichtigen Veranstaltungen auf denen wir präsent sind, um mit Menschen ins Gespräch kommen. Z.B. das Vallstedter Frühstück oder der Pilgerweg zwischen Jammertal und strahlender Zukunft Ende April.

Das Frühstück im Vallstedter Kirchengemeindehaus hat Tradition. Einmal im Jahr laden die Vallstedter gegen Schacht KONRAD MitstreiterInnen von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD ein, um sich über den neusten Stand in Sachen Atommüllprojekt KONRAD und geplante Aktivitäten im laufenden Jahr zu informieren und darüber zu diskutieren.

An diesem Aprilsonntag stand natürlich die abermalige Verschiebung der Inbetriebnahme des Atommülllagers um weitere fünf Jahre im Fokus. Schon in den 1980er Jahren sollte Schacht KONRAD in Betrieb gehen. Das verhindert zu haben und dass bis heute kein Ende abzusehen ist, führte Ursula Schönberger, die in diesem Jahr den aktuellen Bericht referierte, vor allem auf den Erfolg der Arbeitsgemeinschaft zurück, zu der auch die Vallstedter gegen Schacht KONRAD gehören. Denn Schacht KONRAD sei als Atommülllager definitiv ungeeignet. Von 2017 sei es nicht weit bis 2031, dem Jahr, in dem die Bundesregierung über ein Atommülllager für hoch radioaktive Abfälle entscheiden will. Je näher die Inbetriebnahme von KONRAD an diesen Termin heranrückt, desto unwahrscheinlicher wird die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD. Effizienter wäre es da, gleich ein Lager für den gesamten Atommüll zu planen.

Und die Pläne in diesem Jahr? Es wird ein neues Gutachten geben, das die Tauglichkeit von KONRAD - nach den neusten Erkenntnissen - prüft. Mit den Ergebnissen plant die Arbeitsgemeinschaft, an die Öffentlichkeit zu gehen. Und als Aktion ist ein „Behördenumzug“ - voraussichtlich für Oktober - geplant.

Vom Friedhof Jammertal in eine strahlende Zukunft führte ein diesjähriger Pilgerabschnitt des Arbeitskreises Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der ev. Kirchen in Niedersachsen. 30 Geschichts- und Gegenwartsbewegte wurden von der stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreises Stadtgeschichte, Eva Freudenstein, auf  dem Wegstück durch Salzgitter begleitet. In diesen Pilgerabschnitt war auch die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD involviert, denn schließlich führte dieser Weg von der Gedenkstätte KZ-Drütte über den Ausländerfriedhof Jammertal nach Bleckenstedt geradewegs in eine drohende „strahlende Zukunft“.

In Bleckenstedt machten die Pilger am KONRAD-Stein halt - mit Blick auf den Schacht und Informationen zum Atommüllprojekt. Hier endete dieser Pilgerabschnitt mit einem Gottesdienst.

 
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