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Samstag, 17. November 2018

  21. Mobile Atomaufsicht

Kanaldörfer gegen KONRAD

Kontakt: Britta Kick
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Nächstes Treffen der Kanaldörfer: siehe Terminkalender

 Kanaldörfer gegen KONRAD
Kanaldoerfer2012

Seit Anfang 2010 treffen wir uns regelmässig alle 4-6 Wochen im KONRAD-Haus oder zu Kreativterminen auf dem Hof von Ludwig Wasmus. Wir sind mal mehr mal weniger so zwischen 8-15 Personen aus den „Kanaldörfern“ rund um KONRAD und machen die Ablehnung vor Ort sichtbar, führen örtliche Aktionen durch und beteiligen uns gemeinsam an größere Aktionen. 

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IG-Metall „Konrad-Seminar“ rockt die 20. Mobile Atomaufsicht

(Fr., 25.05.18, Kawka/Richter) Die Mobile Atomaufsicht stand diesmal ganz im Zeichen des „Konrad-Seminars“ der IG- Metall. Weil Kontrolle bekanntlich besser als Vertrauen ist und es geradezu vermessen ist anzunehmen, Schacht Konrad sei sicher, führten die Seminar-TeilnehmerInnen Kontrollmessungen am Schachtgelände durch. Begleitet wurden die Kontrollmessungen durch Redebeiträge der TeilnehmerInnen zu dem neu erlangten Hintergrundwissen. Am Ende unserer Aktion riefen wir alle Anwesenden- und die Menschen in der Region zu „Save the Date am 20.10.2018" auf. Sichert Euch den Termin für unseren Treck vom BfS zum BGE!

Hintergrund zum Seminar:

Vom 14.-18. Mai 20178 fand das erste „Konrad-Seminar 2018“ im Gewerkschaftshaus der IG Metall in Salzgitter statt. Das Seminar mit dem Titel „Atomenergie und Endlagerung - Bedeutung und Folgen für die Region“ wird von der IGM Geschäftsstelle Salzgitter-Peine 2-mal im Jahr angeboten.

 

16 interessierte Metallerinnen und Metaller aus verschiedenen Betrieben der Region Salzgitter nahmen am Bildungsurlaubsangebot teil, um sich über die Atommüllproblematik in unserer Region zu informieren. Als Einstieg in die Woche erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einen Überblick - Was ist Atommüll und wo entsteht dieser? Anschließend stellte jeder seine Vorstellung mit dem Umgang und der Lagerung von Atommüll dar, was deutlich machte, dass allein der gesunde Menschenverstand sagt: Das „Projekt“ Schacht Konrad ist der falsche Weg! Tiefengeologische Lagerung und Verschluss des Atommülllagers ohne Rückholbarkeit und das in einem dicht besiedelten Gebiet mit über 30.000 Arbeitsplätzen, ist unverantwortlich.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen Einblick in die gesetzliche Grundlage zur Endlagersuche und lernten die Akteure der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe kennen. Deren Abschlussbericht vom Juli 2016 war ebenfalls Bestandteil des Seminares. Bei diesen politischen Gegebenheiten machte sich bei den Teilnehmenden sehr schnell Entsetzen und Unmut über die Vorgehensweise breit. Sie stellten fest, dass Schacht Konrad bei der Endlagersuche überhaupt keine Rolle mehr spielt, weil „ordentlich planfestgestellt“.

Bei verschiedenen Exkursionen, die fester Bestandteil des Seminares sind, bekamen die Metallerinnen und Metaller einen Eindruck darüber, wie nah ihre Arbeitsplätze am geplanten Atommülllager liegen und wie stark diese dadurch gefährdet sind. Auch die Frage der Transportwege und -sicherheit, das geplante interkommunale Gewerbegebiet und das mögliche Eingangslager für Schacht Konrad wurden mit großer Besorgnis diskutiert.

Konrad-Seminar zu Besuch im Konrad-Haus
Sehr positiv wurde der Besuch von Ursula Schönberger, Gründungsmitglied der AG Schacht Konrad, von den Semiarteilnehmern aufgenommen, die mit ihrem Vortrag die bundes- bzw. weltweite Atommüllproblematik darstellte. Darüber hinaus konnten verschiedene Fachfragen gestellt und von Ursula beantwortet werden. Letztendlich wurde deutlich, dass die Produktion von Atomstrom endlich ein Ende haben muss.

Konrad-Seminar zu Besuch beim BUND in Salzgitter
Einen Einblick in alternative Energiegewinnung bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Besuch des BUND-Waldhauses Altenhagen in Salzgitter-Lichtenberg. Dort wurde mit großem Interesse das Windrad, welches in Eigeninitiative entstanden ist, begutachtet. Auch der Besuch des Konrad-Hauses der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt stand auf dem Wochenplan. Dort bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die aktive Widerstandsbewegung und konnten sich auch diesmal mit Aktiven der Arbeitsgemeinschaft austauschen.

Durch die vielen Informationen und Eindrücke kamen alle zu dem Fazit, in Zukunft sensibler und nachdenklicher mit dem Thema umzugehen und sich aktiver an verschiedenen Aktionen und am Widerstand gegen Schacht Konrad zu beteiligen. 

 
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