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Donnerstag, 16. August 2018
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Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

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KritikerInnen schlagen Alarm
Grenzwertüberschreitung schon in 150 Jahren !
Gabriel soll Verfüllung und Flutung sofort stoppen! 

Vor der Presse in Hannover haben KritikerInnen am  29. Mai 2008 Alarm geschlagen:     Presseinformation

Bleibt es bei der vorgesehenen Flutung des Atommüll-Bergwerkes, kommt es nach Berechnungen des Bundesamtes für Strahlenschutz schon nach 150 Jahren zu gravierenden radioaktiven Belastungen aus dem „verschlossenen“ Endlager.  Gemessen am geforderten Isolationszeitraum von 1.000.000 Jahre ist das nichts ! Der Koordinationskreis Asse II, ein Zusammenschluss von KritikerInnen rund um die Asse, hat Bundesumweltminister Gabriel deshalb in einem Brief aufgefordert, die Flutungspläne sofort zu stoppen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte bereits im Herbst 2007 die Berechnungen des Betreibers der ASSE-II überprüft. Der hatte nicht die geforderten 1.000.000 Jahre zugrunde gelegt, sondern 130.000 Jahre und war bei seinen Simulationsrechnungen zu den Ergebnis gekommen, dass es nach 23.000 Jahren zu einer maximalen Auspressung radioaktiver Stoffe kommt, bei der die obertägige Belastung aber immer unter den heute gültigen Grenzwerten bleibt. Das Bundesamt für Strahlenschutz stellte bei seiner Überprüfung fest, dass der Betreiber zur Erreichung dieses Ergebnisses einfach von international übliche und national verbindliche Rechenvorschriften  abgewichen ist und manche Ausbreitungswege einfach nicht betrachtet hat. Die vom BfS festgestellte Belastung tritt über einen sog. Fischteichpfad auf. Dabei würde ein Erwachsener, der regelmässig in Oberflächengewässern aufwachsene Fische isst, einer bis zu 4fach über dem heutigen Grenzwert liegenden Radioaktivität ausgesetzt. Die Belastung ergibt sich durch die Ausgasung radioktiver Stoffe in die Oberflächengewässer.

Anfang des Jahres war auf erheblichen öffentlichen und kommunalpolitischen Druck hin eine „Asse-II-Begleitgruppe“ und eine fachwissenschaftliche Arbeitsgruppe Optionenvergleich (AGO) eingerichtet. Über diesen Prozess werden jetzt nach und nach Unterlagen freigegeben, die, so Heike Wiegel vom kritischen ASSE-II-Koordinationskreis, „so gravierend sind, dass wir nicht bereit sind, darüber nur in Gremien zu reden, während anderenorts verheerende Tatsachen geschaffen werden. Im Kern geht es darum, dass es selbst wenn alles andere gut geht, schon nach 150 Jahren zu 4fachen Grenzwertausschreitungen aus dem Endlager kommt.“ Heike Wiegel betonte, so kann man weder mit den Menschen noch mit unserer Umwelt umgehen, denn gemessen am Schutzziel von 1.000.000 Jahre bedeuten 150 Jahre nichts, damit ist das Konzept des Betreibers, der flüssigen Verfüllung gescheitert und unmittelbare Konsequenzen erforderlich.“

Die in der „ASSE-II-Koordination“ zusammengeschlossenen Gruppen haben deshalb Bundesumweltminister Gabriel in einem Schreiben aufgefordert, die Vorbereitung der Flutung sofort zu stoppen. Zwar wird die ASSE II derzeit noch nach Bergrecht behandelt, Gabriel ist aber nach §19 Atomgesetz verpflichtet zu intervenieren, wenn aus dem Umgang mit radioaktiven Stoffen Gefahr droht. Er hat in der Vergangenheit auch immer wieder betont, dass er dies erforderlichen Falles auch  würde.

Presseinformation
Brief an Gabriel

 

 

 
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