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Freitag, 21. Juni 2019
  ASSE II 
 
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Fachgruppe ASSE
Kontakt: Claus Schröder
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Do., 13.06.19 - 17.00 Uhr
DGH Burschenhof, Kantorweg 1,  Sickte

ASSE- Machnwache
 jeden 1. Montag im Monat

Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

Ansprechpartner Claus Schröder
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Asse-Begleitprozess - wer ist die neue AGO?

(Fr., 24.05.2019/SW) Die Arbeitsgruppe Optionen - Rückholung (AGO) ist ein fünfköpfiges Beratergremium, das in der Diskussion um die Rückholung der in der Asse lagernden atomaren Abfälle aus wissenschaftlicher Perspektive die jeweiligen Projektschritte begutachtet. Ursprünglich 2008 als dreiköpfige Arbeitsgruppe mit dem Vergleich der drei Optionen (Verschluss, Tieferlagerung oder Rückholung der atomaren Gebinde) beauftragt, waren die ersten Wissenschaftler noch vom Asse-II-Begleitgremium (A2B) direkt benannt. Seit 2012 war die Gruppe im Rahmen des Beschlusses auf die Option Rückholung auf fünf unabhängige Experten erweitert worden, davon waren zwei Physiker (Wolfgang Neumann und Rolf Bertram) zwei Geowissenschaftler (Jürgen Kreusch und Ralf Krupp) und einer Maschinenbau- und Verfahrenstechnikingenieur (Frank Hoffmann). In den letzten Jahren gab es immer wieder Auseinandersetzungen mit dem hierfür geldgebenden BMUB, da die Verträge für die fünf Wissenschaftler teilweise sehr kurzfristig und jeweils nur für inakzeptable kurze Zeiträume abgeschlossen wurden.

Mit dem Beschluss, den Asse-Begleitprozess in einer neuen Struktur fortzusetzen und der Umstrukturierung der Endlager-Behörden-Struktur, sollten 2018 auch die AGO-Verträge neu ausgeschrieben werden. Aufgrund des Auftragsvolumens mussten die einzelnen Lose (Einzelverträge) neuerdings in einem zweistufigen Verfahren europaweit ausgeschrieben werden. Die Stellenausschreibungen liefen vom 30.01. bis 07.03.2019, in diesem Zeitraum bewarben sich insgesamt 13 Bieter*innen, am 09. und 10.04. fanden die Vorstellungsgespräche statt. 

Die Neubesetzung der AGO wurde auf der jüngsten A2B-Sitzung am 17. Mai bekannt gegeben, die AGO besteht künftig aus: Jürgen Kreusch (Standortbeschreibung und -erkundung der Schachtanlage), Rainer Gellermann (Geochemie/ Strahlenchemie), Frank Hoffmann (Rückholungsplanung und Schadensvorsorge), Uwe Brückner (Strahlenschutz und Abfallbehandlung) und Ralf Krupp (Radioökologie). 

Die Fachgruppe Asse der AG Schacht KONRAD kritisiert das Bewerbungs- und Auswahlverfahren: eine gut vorbereitete und gewissenhafte Teilnahme am Verfahren war für ehrenamtlich Aktive kaum bis nicht zu realisieren, da die Bewerbungsgespräche kurzfristig bekannt gegeben wurden und sich über zwei komplette Werktage hinzogen. Desweiteren wurden die Liste aller Bewerber*innen, sowie deren Motivationsschreiben und Lebensläufe der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) aus „Datenschutzgründen“ nicht zugänglich gemacht. Glücklicherweise fanden sich in den Reihen der neuen ZGV aber mit Christiane Jagau und Michael Haas zwei Vertreter*innen, die ihre Teilnahme an den Bewerbungsgesprächen realisieren konnten. Bedauerlich findet die Fachgruppe auch, dass der explizite Wunsch nach der Ausschreibung eines Loses für Strahlenbiologie bzw. Strahlenmedizin nicht realisiert wurde. Dieses Fachgebiet könnte bei den konkreter werdenden Rückholungsplänen für die Beurteilung der gesundheitlichen Belastungen für die Belegschaft und Anwohner*innen in Zukunft sehr wichtig werden.

 
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