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Donnerstag, 21. Juni 2018
Statusseminar Atommüll-/-Endlager am 12./13. Juli in Lüchow

(30.05.08/Di)*

Die ASSE hat es in den letzten Wochen an den Tag gebracht: Die Probleme beim Atommüll sind nicht gelöst. Zu einer kritischen Bestandsaufnahme über Atommüll und Endlager laden die bundesdeutschen Endlagerstandorte für das kommende Wochenende 12./13. Juli nach Lüchow ein. Programmflyer und Anmeldeformular

Am Samstag geben der Geologe Dr.Detlef Appel und der Physiker Wolfgang Neumann einen aktuellen Überblick über die einzelnen Teilbereiche (Atommüllarten und Stoffströme, Entsorgungskonzepte und Endlager-Standorte). Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Diskussion und Positionsbildung. Die Tagung ist so angelegt, dass sie sowohl als Einführung, als auch zur Aktualisierung bereits vorhandenen Basiswissens dienen kann.

Für die Teilnahme wird ein Beitrag erhoben, der von 120,-€ für Organisationen/Vollzahler bis zu einem reduzierten Beitrag für nicht Verdienende von 20,-€ reicht. Kinderbetreuung ist möglich. Ziel des Seminars ist die Entwicklung aktueller, gemeinsamer Positionen in der Auseinandersetzung um den zukünftigen Umgang mit Atommüll, die „alten“ und möglicherweise neue Standorte, heißt es im Programm. 

Als Basis dafür bietet das Seminar einen kompakten Überblick über die aktuelle Situation:

  • Atommüllarten, -mengen und Stoffströme,
  • Entwicklung der Entsorgungskonzepte in Deutschland und anderen Ländern,
  • die vier bundesdeutschen Endlagerstandorte,
  • die Fachdiskussion seit dem AKEnd.

Über Atommüll reden wir erst, wenn alle Atomkraftwerke stillgelegt sind, ist eine alte Position der Anti-AKW-Bewegung. Aber natürlich haben wir immer über Atommüll geredet. Insbesondere dort, wo er gelagert werden soll oder schon wird, hat sich eine kritische Diskussion und Widerstand entwickelt, der in Deutschland und in vielen anderen Ländern zu einem neuen Nachdenken bei den politisch Verantwortlichen geführt hat.

Seit dem AKEnd ist von einer neuen Standortsuche die Rede, auf der Basis neuer Kriterien.

Vom 30. Oktober - 01. November soll in Berlin ein Endlager-Hearing des Bundesumweltministers stattfinden, auf dem die Erfahrungen mit den alten Standorten und die aktuelle Diskussion im In- und Ausland bilanziert werden sollen. Danach stehen Entscheidungen an.

Die wollen wir nicht abwarten, sondern auf der Basis unserer Erfahrungen rechtzeitig eigene Positionen und Forderungen entwickeln und in die öffentliche Diskussion einbringen.

Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V., die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V., der ASSE-II-Koordinationskreis, sowie das Morsleben-Netzwerk.

 

 
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