Home
Mittwoch, 20. Juni 2018

  Jetzt spenden!

 

 Gorleben – Camptival 9. -15. Juli in Gedelitz/Wendland 

   Save the date! 20. oktober 2018
  Treck 20. Oktober 2018
  
www.anti-atom-treck.de

   Jetzt mitmachen: Keine Brennelemente an Risikoreaktoren!
   Protest-Mail schicken

       AKW Grohnde JETZT stilllegen!

   Atommüllreport

    Sybille Tetschs Jugendbuch „Emmy und der Kern der Dinge“
      Buchrabensalat ®

Ein Aufruf nach Wanne-Eickel zu fahren.

Tantchen kommt.

Nur möglichst nicht gerade am 8. November.

„Fährst Du nach Gorleben?“ - „Wollte ich eigentlich, aber meine Tante aus Wanne-Eickel kommt kurzfristig zu Besuch und die wollte ich schon so lange mal  wieder treffen“.

Immer gibt es gute Gründe des täglichen Lebens, dieses oder jenes, was auch wichtig ist, nicht zu machen. Bei der Vorbereitung von Demonstrationen, wie der am kommenden Samstag in Gorleben, merkt man das sehr schnell. Nur manchmal ist der Besuch der alten Dame sakrosankt und ein anderes mal nehmen Leute sich sogar Urlaub oder fahren mit Fieber.

Auch an diesem Wochenende sind wieder Verwandte ohne Ende und aus aller Welt unterwegs. Mehr von ihnen als sonst, werden auf manchen Verwandte verzichten müssen, weil sie im Wendland sind. Mehr, aber viele andere auch nicht. Mehr Menschen als in vergangenen Jahren haben sich in diesem Jahr auch zwischen Donnerstag und Dienstag Urlaub genommen. Die brauchen hier auch gar nicht weiter zu lesen. Allen anderen sei gesagt:

Schön wenn Du die Tante aus Wanne-Eickel gerne magst und sie nicht nur eine Erbtante ist, die Du ertragen musst. Aber in jedem Falle: Wanne-Eickel ist nicht aus der Welt. Fahr doch selbst mal hin. Nächste Woche oder nächstes Jahr. Egal. Nur bitte nicht am Samstag, dem 8. November 2008. Da wird Deine Stimme in Gorleben gebraucht,

  • weil sich nicht bei der Bundestagswahl entscheidet, ob aus der Atomenergie ausgestiegen wird, sondern daran, was Du jetzt machst (sorry Tantchen!),
  • weil, oops, die Politik gerade mit einer Zeitverzögerung von 44 Jahren erkannt hat, dass die ASSE II absäuft, aber immer noch nicht zugibt, dass dahinter ein gescheitertes Konzept steht,
  • weil die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an Krebs erkranken mit der Nähe ihres Wohnortes an einem Atomkraftwerk steigt,
  • weil für die die „Beseitigung“ der Schäden des Uranabbaus in Deutschland (Wismut) 6,3 Mrd € öffentliche Mittel für Schäden des Uran-Abbaus ausgegeben werden, aber kein Cent für die gleichen Schäden im Niger, in Namibia und vielen anderen Ländern.

Allen, denen es immer noch nicht reicht, wünschen wir (einstweilen) viel Spaß mit der Tante (und schönen Gruß !) und melden uns bald wieder.

Peter Dickel

 

 
< zurück   weiter >