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Freitag, 17. August 2018
Das neue Jahr wirft seine Schatten voraus

2009 geht die Auseinandersetzung um Atomenergie unvermindert weiter, wird vermutlich noch deutlich zunehmen. Mit Aktionen rund um den Jahreswechsel machen Bürgerinitiativen und AnwohnerInnen der ASSE II deutlich, dass der Wechsel des Betreibers den Atommüll im Bergwerk noch kein bißchen sicherer macht. Und seit geraumer Zeit schon wirbt ein Plakat der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) in Alvessen für die Lichterkette, die am 26. Februar um 19.00 Uhr Braunschweig, ASSE II und Schacht KONRAD verbinden soll.

Am 1. Januar 2009 übernimmt das Bundesamt für Strahlenschutz den Betrieb des Atommüll-Lagers ASSE II im Kreis Wolfenbüttel. An der katastrophalen Lage des Atommülls im Bergwerk ändert das allerdings nichts. Darauf weisen AnwohnerInnen und Initiativen mit Aktionen rund um den Jahreswechsel hin.

Unter dem Motto: Ein neuer Betreiber kommt, wir sind schon da und pASSEn weiter auf, wollen AnwohnerInnen den Jahreswechsel am Schacht verbringen.

Für Freitag, den 2. Januar um 11.00 Uhr lädt die Bürgerinitiative „Aktion Atommüllfreie ASSE“ zu einer Versammlung am Haupttor der Schachtanlage ein. Hier wurde am 4. April 2007 die von vielen Kommunen unterstützte Remlinger Erklärung mit Forderungen zur ASSE II veröffentlicht und die Bürgerinitiativen wollen dem neuen Betreiber und der Öffentlichkeit jetzt eine Bilanz präsentieren. [ Einladung ]

Am Montag, dem 05. Januar 2009 um 14.00 Uhr soll dann eine Mahnwache an der ASSE II stattfinden. Anlass ist die Eröffnung der Infostelle des Betreibers. „Ursprünglich“, sagt Udo Dettmann vom ASSE-II-Koordinationskreis, „haben mal die umliegenden Kommunen vom alten Betreiber eine Infostelle gefordert, aber das war sicherlich nicht als Ersatz für andere Maßnahmen gemeint. Über die Stabilisierung des Grubengebäudes wird jetzt seit über einem Jahr geredet und die Realisierung soll frühestens im Sommer 2009 beginnen. Für die Einrichtung der Infostelle waren ganze 6 Wochen nötig. Aber schöne Worte und bunte Bilder machen den Atommüll in der ASSE II nicht sicherer.“ Statt Topdown-Informationen fordern die Bürgerinitiativen eine offene Auseinandersetzung und einen offenen Optionenvergleich unter Beteiligung der Betroffenen und unabhängiger WissenschaftlerInnen. Skeptisch wird auch die Tatsache gesehen, dass die ASSE II (wie seinerzeit die Altlast Morsleben) durch eine Änderung des Atomgesetzes per Bundestagsbeschluss zum Atommüll- End -Lager erklärt werden soll, statt das hierfür vorgesehene atomrechtliche Genehmigungsverfahren zu durchlaufen. [ Einladung ]
 
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