Home arrow Aktuelles arrow Atomlobby schießt sich selber ab
Freitag, 17. August 2018
Atomlobby schießt sich selber ab

(25-03-09 / U.S.) Der deutsche Energiekonzern E.ON und die französische EdF fordern weniger erneuerbare Energien. In Stellungnahmen für das britische Ministerium für Energie und Klimawandel haben sie eine deutliche Reduzierung der Ausbaupläne für erneuerbarer Energien gefordert. Die britische Regierung möchte, dass im Jahr 2020 35% des Strombedarfes auf der Insel durch Erneuerbare gedeckt wird. Dieses Ziel solle, so die EdF, auf 20% gesenkt werden. E.ON fordert eine Befristung der Förderung Erneuerbarer Energien durch die britische Regeirung. Ansonsten - so die Drohung - würden sie doch keine neuen Atomkraftwerke in Großbritannien bauen.

Je mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt wird, desto häufiger müsste z.B. bei viel Wind die Leistung der Atomkraftwerke gedrosselt werden. Dies würde die Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken erheblich beeinträchtigen. Dann wäre die Frage, ob die hohen Baukosten der Anlagen wieder erwirtschaftet werden könnten, so die Befüchtung der beiden Konzerne.

Kommentar: 

Damit strafen die Konzerne endlich all diejenigen Lügen, die beharrlich behaupten, man bräuchte eine Verlängerung von Laufzeiten oder den Neubau von Atomkraftwerken um den Übergang zu den Erneuerbaren Energien zu ermöglichen. Und sie bestätigen all diejenigen, die schon lange sagen, dass Investitionen in Atomenergie und Investitionen in Erneuerbare sich ausschließen.

 
< zurück   weiter >