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Mittwoch, 20. Juni 2018
Ablehnung der Atomenergie nimmt weiter zu

(23.10.09/Di.)Rund 70% der deutschen Führungskräfte lehnen, so berichtete das manager magazin in seiner heutigen Ausgabe von einer eigenen Umfrage, den Neubau von Atomkraftwerken ab. 48% lehnen auch die Verlängerung von Laufzeiten ab. Einig sind sich die Führungskräfte bei der langfristigen Ausrichtung der Energiepolitik: Die Umfrage ergab, dass fast drei Viertel der befragten Entscheider erneuerbare Energien befürworten: Die staatliche Förderung grüner Technik solle erhöht werden, gaben 45 Prozent der Manager an. 28,6 Prozent halten die derzeitige Unterstützung für angemessen, und nur jeder vierte Entscheider möchte die Förderung reduzieren.

In einem Brief an Atomkraftgegner im Kreis Passau, von dem die Passauer Neue Presse am 20. Oktober berichtete, äußerte sich auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Josef Göppel sehr grundsätzlich:  Auch er sehe in der Atomkraft keine Zukunft, Großkraftwerke „vernichten die Wärme durch Kühltürme oder sie heizen Flüsse auf“, schreibt der Bundestagsabgeordnete. Auch sei die Frage der Endlagerung von strahlenden Abfällen ungelöst. „Ich bin deshalb gegen eine generelle Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken und vertrete das auch in den Koalitionsverhandlungen. Für mich haben der Ausbau erneuerbarer Energie und der Kraft-Wärme-Kopplung klare Priorität“, so Göppel. Mit ihrer zentralistischen Struktur passe die Atomkraft nicht in die dezentrale Struktur erneuerbarer Energien, argumentiert der CSU-Umweltpolitiker. Göppel hatte auch in der Vergangenheit keinen Hehl aus seiner kritischen Haltung zur Atomenergie gemacht.

 

 
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