Dienstag, 21. August 2018

  21. Mobile Atomaufsicht

Kanaldörfer gegen KONRAD

Kontakt: Britta Kick
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Nächstes Treffen der Kanaldörfer: siehe Terminkalender

 Kanaldörfer gegen KONRAD
Kanaldoerfer2012

Seit Anfang 2010 treffen wir uns regelmässig alle 4-6 Wochen im KONRAD-Haus oder zu Kreativterminen auf dem Hof von Ludwig Wasmus. Wir sind mal mehr mal weniger so zwischen 8-15 Personen aus den „Kanaldörfern“ rund um KONRAD und machen die Ablehnung vor Ort sichtbar, führen örtliche Aktionen durch und beteiligen uns gemeinsam an größere Aktionen. 

weiter ...   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Picknick am Bahndamm

(Di., 17-08-2010/Di.) Angst vor Zügen brauchte man nicht zu haben, als am letzten Sonntag in Salzgitter-Bleckenstedt zum ersten mal ein Picknick am Bahndamm stattfand. Die Kanaldörfer gegen KONRAD hatten eingeladen, Burkhard Fritsch seinen Acker zur Verfügung gestellt. Trotz des zunehmenden Regens war es den Beteiligten wichtig, hier ein Zeichen zu setzen, bevor das eigentliche Picknick dann ins Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde verlegt wurde.

Auch wenn eines Tages eingelagert werden sollte, würde über den Gleisanschluß zum weithin sichtbaren Schacht KONRAD 1 kein Atommüll rollen. Plan ist, hier nur den Abraum abzutransportieren, der bei  der Erschließung der Lagerhohlräume entsteht. Die Einlagerung selbst soll über KONRAD 2 erfolgen, der auf dem Hüttengelände liegt. Gleichwohl: Es kann nicht schaden, die Strecken schon mal sorgsam ins Auge zu fassen. Nach halbstündiger Streckeninspektion, Gruppenbild und zunehmendem Regen, gings dann aber doch ins Gemeindehaus, wo aus dem rustikalen Picknick ein veritables Frühstücks-Buffet wurde. Bäckerei Heyne aus Üfingen hatte wie schon mehrfach die Brötchen gespendet.

Pastor Westphal betonte, wie ermutigend es ist, dass trotz der Bedrohung der die Region ausgesetzt sei, keine Resignation vorherrscht, sondern mit immer neuen, phantasievollen Aktionen ein Zeichen gegen das geplante Endlager gesetzt wird. Vielleicht, so meinte er, könne die heutige Aktion, die ja an den Bahngleisen stattfinden sollte, namensgebend für das Motto des Widerstandes gegen KONRAD sein. Im Wendland hieße es "Gorleben soll leben", in der ASSE "aufpASSEn" und hier könne es heißen: „Wir sitzen das AUS”. Am Ende seiner 5-Minuten-Andacht gab er den Versammelten seinen Segen.

Ursula Schönberger ging nochmal auf die Atomtransporte ein. Man habe dabei immer das Bild der CASTOR-Transporte ins Wendland vor Augen, bei denen einmal im Jahr mit riesigem Polizieaufwand ein Zug in das Zwischenlager durchgesetzt wird. So würde das bei KONRAD nicht aussehen. Das Konzept des Bundesamtes für Strahlenschutz sieht vor, dass durchschnittlich 10 LKW und 1 Zug pro Woche Atommüll zu Schacht 2 auf dem Hüttengelände transportieren soll. Das kann aber genausogut mehr oder weniger sein. Denn der einzelne Transport muss weder genehmigt, noch der Stadt Salzgitter, also der Feuerwehr oder dem Katastrophenschutz gemeldet werden. Es gibt eine Generalgenehmigung für den Spediteur und eine Generalgenehmigung für die Transportbehälter. Das soll reichen. Wer dann welchen Atommüll wann über die Straßen Salzgitters schickt ist alleine die Sache der Abfallanlieferer und des Betreibers von KONRAD. Das ist eine unzumutbare Bedrohung für diejenigen, die hier leben und arbeiten.

Das praktische Beispiel dazu konnten alle Anwesenden nur bestätigen. Schönberger: „Man denke alleine daran, wie oft man hier von einem LKW-Fahrer, der sich in der komplizierten Stadtteil-Struktur von Salzgitter völlig verirrt hat, nach dem Weg gefragt wird. Da muss man dann nach einer Inbetriebnahme von KONRAD damit rechnen, dass der Kollege strahlende Fracht geladen hat.”

Kanaldörfer-TreffenFreitag, 03. September, 18.30 Uhr im KONRAD-Haus in Salzgitter-Bleckenstedt . Interessierte sind herzlich eingeladen ! 

 
< zurück   weiter >