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Freitag, 17. August 2018

Steffis Blog

Hier bloggt Steffi Schlensog über Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Sicht der Dinge.

Seit 2009 unterstützt Steffi Schlensog unsere Arbeit. Als sie im Herbst 2010 die Demonstration in Berlin mit organisierte, hat sie diesen Blog angefangen und berichtet seither über Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und persönliche Sichtweisen. Seit Mai 2011 ist Steffi jetzt bei der Arbeitsgemeinschaft angestellt. Im KONRAD-Haus und bei externen Terminen arbeitet sie daran, die regionale Zusammenarbeit zu stärken und dem gewachsenen Informationsbedürfnis nach zu kommen.

Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen.
Warum rennt die Zeit so!

(01.10.2010/Sg) Seit neun Tagen arbeite ich für den Castor-Strecken-Aktions-Tag und es gibt wirklich viel zu tun. Zu meinem festen Hauptaufgabenfeld gehört es mit den regionalen Gruppen Kontakt aufzunehmen.

Ich habe bereits letzte Woche einen Rundbrief im Raum Laatzen- Hildesheim Einbeck- Northeim verschickt, um auf den Aktionstag hinzuweisen und Gruppen zu mobilisieren. Diese Woche habe ich versucht alle Gruppen telefonisch zu erreichen und persönlich zu sprechen. Den ganzen Tag auf der jagt nach Ansprechpartner_innen: Gespräche führen, Infos rausgeben, die Idee und das Ziel des Aktionstages erklären und immer wieder Menschen motivieren diesen Tag aktiv mitzugestalten. Und die Menschen wollen. Ob Kreis-und Ortsverbände vom BUND, von Nabu, Greenpeace oder Bürgerinitiativen vor Ort, Sie alle wollen sich beteiligen. Mein Angebot direkt in den Gruppen zu informieren wird sehr gerne angenommen und ich habe mittlerweile drei feste Ortstermine in meinem Streckenabschnitt. Heute Abend fahre ich zu meinem ersten Info-Abend nach Alfeld/Hörsum. Im Moment gestaltet sich alles äußerst spannend. Ich rede mit so vielen unterschiedlichen Leuten und nicht nur über den 23.10., sondern auch darüber was die Menschen vor Ort beschäftigt, d.h. über Kommunalpolitik. Das sind anregende Gespräche und im Besonderen bekomme ich einen Eindruck, was in den Ortschaften und Dörfern passiert. Mir wird von eigenen Problemen mit den konservativen Energieversorgern erzählt, auf Veranstaltungen hingewiesen, wie z.B. am 04.10. gibt es eine große Aktion der Freileitungsgegner BI Kalefeld „Vorsicht Freileitung“ oder aber wir sprechen generell über die Arbeit in den Gruppen. Mir macht das richtig Spaß, aber es gibt auch ein aber. Bei soviel Input bin ich manchmal richtig erschöpft. Das ist Kampagen-Arbeit: ein Zeitraum in dem alle Mitglieder der Organisation des Aktions-Tages voll eingespannt sind und alle verfügbaren Energien geben. Was mich bei meinem Tun ganz besonders motiviert, ist vor allem dieser Kontakt zu den Menschen, von Ihren Erfahrungen zum Castor-Transport auf dieser Strecke zu erfahren und Ihren Meinungen zur Atompolitik.Wenn ich dann Eingeladen oder auch zurückgerufen werde, das vor Ort alles für den Aktionstag läuft, ist das für mich ein super Ergebnis und ich fühle mich in meiner Arbeit bestätigt. Worum ich mich in nächster Zeit verstärkt kümmern möchte, ist natürlich nicht nur zu „tun“, sondern auch zu "erzählen",d.h. meinen Blog für den Leser_in zu schreiben. Dies kann ich im Moment aus Zeitgründen nicht täglich umsetzen.

Bis bald,...

 
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