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Donnerstag, 21. Juni 2018

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 Gorleben – Camptival 9. -15. Juli in Gedelitz/Wendland 

   Save the date! 20. oktober 2018
  Treck 20. Oktober 2018
  
www.anti-atom-treck.de

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    Sybille Tetschs Jugendbuch „Emmy und der Kern der Dinge“
      Buchrabensalat ®

Zum Tag der deutschen Einheit 2010

Es ist schon ein skurilles Bild. Da sitzen die Politiker aller Parteien auf dem Dach und halten Sonntagsreden von Einheit, während unter ihnen die Hütte brennt. Tausende tragen Tag für Tag ihren Unmut auf die Straße, Massenproteste von hunderttausenden sind längst keine Seltenheit mehr. Atom, Stuttgart 21, Haushaltskürzungen, Sozialpolitik, Hartz4.

Ein bischen erinnert die Szenerie an 1968, ein bischen an 1989. Dass sich von Rheinland-Pfalz kommend eine Bewegung von Montags-Spaziergängen gegen Atomenergie mit wachsenden TeilnehmerInnen-Zahlen bundesweit ausbreitet, sollte Frau Merkel zu denken geben.

Natürlich sind viele Umstände im Land und viele äußere Bedingungen anders als '68 und '89. Natürlich stehen wir nicht vor einem Systemwechsel und wahrscheinlich nicht einmal vor einer kulturellen Erneuerung. Aber: Der Trotz der Herrschenden ist immer auch ein Zeichen ihrer Schwäche. Und der Trotz, mit dem die Bundesregierung jetzt gegen eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung die Pfründe der Atomkonzerne absichern und Laufzeitverlängerungen für AKWs durchsetzen will, erinnert mich ein ums andere Mal an die trotzigen Worte Erich Honneckers am 19. Januar 1989, die Mauer werde auch in 50 und in 100 Jahren noch stehen, wenn sich die Voraussetzungen dafür nicht ändern würden. Die Menschen haben es gehört und die Vorraussetzungen geändert. Es dauerte nicht mal ein Jahr, sondern nach 11 Monaten war die Mauer offen.  Das scheint mir jetzt auch eine angemessene Frist, die Stillegung aller Atomanlagen endlich durchzusetzen.

Peter Dickel

 
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