Home arrow ASSE II arrow Bundesamt für Strahlenschutz bereitet die Flutung der Asse vor
Donnerstag, 21. Juni 2018
  ASSE II 
 
   ●  Aktuelles

 Daten+Fakten

   ●  Daten
   ●  Abfälle
   ●  Zwischenlager
   ●  Hintergrund
   ●  Chronik
   ●  Dokumente

 Gruppen+Aktionen

   ●  Fachgruppe ASSE
   ●  ASSE II-Koordinationskreis
   ●  ASSE II-Rechtshilfefonds
   ●  ASSE II-Begleitgruppe
   ●  Sickter BASA
       (externer Link)

   ●  Termine - Übersicht

Fachgruppe ASSE
Kontakt: Claus Schröder
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Nächstes Treffen:
Mo., 02.07.18 - 18.00 Uhr Gilzum
- Für den genauen Treffpunkt bitte Kontakt zur Fachgruppe aufnehmen

ASSE- Machnwache
 jeden 1. Montag im Monat

Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe

Kommt die Rückholung oder doch die Flutung? Diese Frage kann heute niemand seriös beantworten. Dafür ist einerseits die langfristige Stabilität des Bergwerks zu wenig prognostizierbar und andererseits wirken an der Umsetzung auch Personen mit, die einer Rückholung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Mit der sogenannten „Lex ASSE“ - einer Ergänzung des Atomgesetzes, die am 24.04.13 in Kraft trat - werden Möglich-keiten zur Beschleunigung der Rückholung geschaffen; gleichzeitig heißt es aber auch einschränkend: „Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Schachtanlage ASSE II können die Schutzziele nur durch die Rückholung der Abfälle eingehalten werden.“ weiterlesen ...

Ansprechpartner Claus Schröder
        Claus Schröder
  Ansprechpartner
  Fachgruppe ASSE
  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

  Nächstes Treffen:
  05.06.18   18.00 Uhr
  Sickte

 

 

 

 

Bundesamt für Strahlenschutz bereitet die Flutung der Asse vor

Pressekonferenz des ASSE II Koordinationskreis in Hannover
(Do./31-05-2012/Di) Nur eine Woche, nachdem er in sein neues Amt eingeführt wurde, will Bundesumweltminister Altmaier am morgigen Freitag, die Schachtanlage ASSE II besuchen. Da aber nicht klar ist, wann er kommt, haben sich die im ASSE-II-Koordinationskreis zusammengeschlossenen Gruppen und Organisationen für 08.30 Uhr zu einem Bürgerfrühstück an der ASSE II verabredet. Auf einer Pressekonferenz in Hannover äußerten sie heute indessen wachsendes Misstrauen in die Versprechungen von Bund und Land: Während die Rückholung in weite Ferne rückt, wird die Flutung unmittelbar vorbereitet!

Einen Tag vor dem Besuch des Bundesumweltministers Altmaier in der Asse haben Bürgerinitiativen und Verbände heute in Hannover Zweifel und Misstrauen geäußert, dass Bund und Land es mit der Räumung des Atommülls aus der Asse wirklich ernst meinen. Seit 2009 verspricht der Bund mit wachsender Intensität und ständig wechselndem Personal, Konsequenzen aus dem Debakel Asse II zu ziehen und den Müll, der dort nie hätte gelagert werden dürfen, wieder heraus zu holen.

Schaubild: was passiert bei Flutung
Die Realität sieht anders aus: Während die Maßnahmen zur Rückholung nicht vorankommen, wird die Flutung der Asse- so, wie sie der alte Betreiber geplant hat- unmittelbar vorbereitet.
"Wir haben kein Vertrauen" erklärt Andreas Riekeberg vom Asse II-Koordinationskreis, "dass nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt jemand den Notfall ausruft und mit der Flutung beginnt. Wenn es tatsächlich noch bis 2036 dauern sollte, bis die Rückholung beginnt, dann wäre ja immerhin 24 Jahre Zeit, in der jederzeit geflutet werden kann. Sind jedoch erst einmal die Schleusen geöffnet, lässt sich der Atommüll nicht mehr zurückholen". Das Bundesamt für Strahlenschutz bereitet derzeit durch verschiedene Maßnahmen die Flutung der Asse vor, nicht aber die Beherrschung größerer Wasserzutritte. Das ergibt der detaillierte Vergleich des sogenannten “Notfallkonzeptes“ des BfS für die Asse mit dem Konzept „Vollverfüllung“ des alten Betreibers GSF durch Dr. Frank Hoffmann vom Asse II-Koordinationskreis.
Bei einer Flutung der Asse würde es in unbekannten Zeiträumen an unbekannten Orten in Norddeutschland zu einer Freisetzung von Radioaktivität in unbekanntem Ausmaß kommen! Nach einem „Strömungs- und Transportmodell“ von Dr. Ralf Krupp aus dem Jahr 2010 wird dies innerhalb weniger Jahre geschehen.
Summa: Der Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen lehnt eine Flutung der Asse strikt ab. Die unabsehbaren Schädigungen von Mensch und Umwelt sind nicht zu veranworten. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat umgehend andere Konzepte für den „Notfall“ des auslegungsüberschreitenden Lösungszutritts zu entwickeln und mit Hochdruck an der Umsetzung der Rückholung zu arbeiten.

 
< zurück   weiter >